Schlund-Hals: Im Schlundhals

Historischer Beleg aus Königshofen  
Gemeinde
Niedernhausen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
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Beleg

Standard-Flurname

Schlund-Hals

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1789

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 133, Akten Königshofen Nr. 19.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hals

Zu ahd. hals ‚Hals, Nacken‘, mhd. hals st. M. ‚Hals‘. Die Namen verweisen meist auf langgestreckte Örtlichkeiten: Bergrücken, fortlaufende schmale Anhöhen und lange, streifenförmige Flurstücke.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hals

Zu ahd. hals ‚Hals, Nacken‘, mhd. hals st. M. ‚Hals‘. Die Namen verweisen meist auf lang gestreckte Örtlichkeiten: Bergrücken, fortlaufende schmale Anhöhen und lange, streifenförmige Flurstücke. So vielleicht der FlN aus Nieder-Modau1, der aber auch auf mhd. halsacker st. M. ‚Richtstätte‘ zurückgehen kann. Der Name aus Offenbach am Main stellt sich zu mhd. halsgerihte st. N. ‚oberste Gerichtsbarkeit, Halsgericht‘ als Name für den örtlichen Galgen2.

Schlund

Zu ahd. mhd. slunt st. M. ‚Schlund, Kehle, Hals; Kluft, Abgrund‘. Die Namen beziehen sich als FormN entweder auf eine Bodenkluft oder auf die kehlartige Grundstücksform. Die Belege aus Eberbach und Laudenau gehören zusammen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schlund-Hals: Im Schlundhals (Königshofen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/483600_im-schlundhals> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/483600