Busen-Tal: Busenthal
Beleg
Standard-Flurname
Busen-Tal
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1691
Quelle
Au (1942): Gemeindearchiv Nieder-Modau.
Weitere Belege
- IM BUSENTAL
- 1534: Busenthael
Au (1942): Gemeindearchiv Nieder-Modau., S. 85 - 19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert: Im Busenthal
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Busen
Wohl ursprünglich oder als Umdeutung zu ahd. buosum ‚bauschige Rundung, Brust‘, mhd. buosem st. M. ‚Brust‘. Vielleicht war aber ursprünglich mhd. bôse ‚schlecht, gering, wertlos‘ oder der altdt. PN Buso namengebend.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Busen
Wohl ursprünglich oder als Umdeutung zu ahd. buosum ‚bauschige Rundung, Brust‘, mhd. buosem st. M. ‚Brust‘. Dann ist Busental als FormN für ein Tal zwischen zwei Hügeln anzusehen. Vielleicht war aber ursprünglich mhd. bôse ‚schlecht, gering, wertlos‘ namengebend.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Busen-Tal: Busenthal (Ober-Modau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/449903_busenthal> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/449903