Busen-Tal: Busenthael

Historischer Beleg aus Ober-Modau  
Gemeinde
Ober-Ramstadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Busen-Tal

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1534

Quelle

Au (1942): Gemeindearchiv Nieder-Modau.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Busen

Wohl ursprünglich oder als Umdeutung zu ahd. buosum ‚bauschige Rundung, Brust‘, mhd. buosem st. M. ‚Brust‘. Vielleicht war aber ursprünglich mhd. bôse ‚schlecht, gering, wertlos‘ oder der altdt. PN Buso namengebend.

Tal

Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Busen

Wohl ursprünglich oder als Umdeutung zu ahd. buosum ‚bauschige Rundung, Brust‘, mhd. buosem st. M. ‚Brust‘. Dann ist Busental als FormN für ein Tal zwischen zwei Hügeln anzusehen. Vielleicht war aber ursprünglich mhd. bôse ‚schlecht, gering, wertlos‘ namengebend.

Tal

Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Busen-Tal: Busenthael (Ober-Modau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/449902_busenthael> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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