Vier-Ling: Vier-Ling

Rezenter Beleg aus Laudenbach  
Gemeinde
Großalmerode
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Vier-Ling

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Vier

Zum Zahlwort ahd. fior, mhd. vier ‚vier‘ als Mengenangabe.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Ling

Der in zwei benachbarten Gemarkungen auftretende Name gehört in Anbetracht des ältesten Belegs vermutlich als Nebenform mit gehobenem Stammvokal zu Länge (s. d.). Sonst kommt Ling auch als gutturalisierte Variante von Linde vor.

Vier

Zum Zahlwort ahd. fior, mhd. vier ‚vier‘. Während vier in den meisten Fällen, wie etwa in Vier Morgen, Vier Abteilungen, aber auch in Viermärker ‚Grenzstein, an dem vier Gemarkungen aneinander grenzen‘, reine Mengenangabe ist, besitzt das Zahlwort in Vierdörfer ‚zu einer Einheit zusammengefasste Gruppe von vier Dörfern‘, Vierherren und Viermänner ‚aus vier Männern bestehende Verwaltungs- und Aufsichtsbehörde‘ darüberhinaus den Status eines Rechtswortes1.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Vier-Ling: Vier-Ling (Laudenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/429954_vier-ling> (aufgerufen am 11.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/429954