Triangel: DREYANGEL
Weitere Belege
- im dreyangell
Staatsarchiv Marburg, Steuerkataster, 1744
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Triangel
Triangel, eine Entlehnung aus lat. triangulus ‚Dreieck‘, erscheint im Dt. seit dem 15. Jh. sowohl als triangel wie auch eingedeutscht als dreiangel. In FlN bezeichnet es wie Dreispitz(e) ein keilförmiges Stück Land.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Dreispitz f. / Triangel m.
- 1A
Dreispitz(e)‚ mhd. drî-spiz st.m. ,Dreifuß, Dreizack, Fußangel; ein Stück Land, das ein Dreieck bildet‘ (Lexer 1, 465), bezeichnet in FlN durchweg ein meist spitz zulaufendes dreieckiges Grundstück (Dittmaier 296; DWB 2 [II], 1392; ²DWB 6, 1376); so auch in Hessen (Crecelius 293; SHessWb 1, 1710).
Auf vergleichbare Grundstücksformen beziehen sich besonders Gehren, Keil, Spieß (K. 63-65), wozu Zink 29 anmerkt, daß Dreispitz „häufig auf jüngeren Rodungen, auf älteren Äckern: Spieß oder Ger“ vorkomme. Hinzuweisen ist auf den durchgängigen Genuswechsel zum Fem.
- 1B
Triangel, < lat. triangulus ‚Dreieck‘, tritt im Deutschen seit dem 15. Jh. sowohl in der latinisierenden Form Triangel wie teilweise eingedeutscht als Dreiangel u. ä. (so bei E. Alberus) auf (DWB 22 [XL I, 2], 402ff.; DWB 2 [II], 1373; ²DWB 6, 1354; Weigand/Hirt 2, 1069), bezeichnet wie Dreispitz(e) ‚ein keilförmiges Stück Land‘ (DWB 22 [XI‚ I, 2], 406) und wird damit zum FlN (Dittmaier 53; Vollmann 25; Keinath 66), vielleicht zunächst als „gelehrte Bildung geringen Alters” (Will 1933, 288). Besonders sprachüblich ist die Bezeichnung sicher nicht, wie auch die wenigen abliegenden Bedeutungsangaben in den hessischen Wörterbüchern zeigen (SHessWb 1, 1701; HNassWb 4, 127).
Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 62
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Triangel: DREYANGEL (Kirchhosbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/428422_dreyangel> (aufgerufen am 03.11.2026)
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