Lange-Lahn: Lange-Lahn
Weitere Belege
- vor der langen lahn
Staatsarchiv Marburg, Lager-, Stück- und Steuerb., 1781
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Lahn
Name des Flusses rechts > Rhein. Der GewN, schon in der 2.H. 6. Jahrhunderts als Láugona überliefert, geht mit /n/-Ableitung auf idg. lougo- ‚Sumpf‘ zurück und ist am ehesten keltisch (Greule). Neben der *Logana- Form muss es eine Variante *Logina gegeben haben, die zu der historisch und mündlich überlieferten umgelauteten Nebenform /le:/ geführt hat.
Länge
Zu ahd. langî, lengî, mhd. lenge st. sw. F., frühnhd. leng ‚Länge‘, einer Substantivbildung zu lang. Der FlN weist auf die langgestreckte Form eines Flurstückes hin. Mitunter hat Umdeutung aus -land - bedingt durch die Gutturalisierung /-nd/ > /ng/- stattgefunden, so in Langgöns.
Lange
Substantivbildung zum Adjektiv lang (s.d.).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Lahn
Vermutlich zu südhess. lahn ‚sanft ansteigend (im Gelände)‘ bzw. Lahne ‚Abhang; Lehne am Stuhl‘. Benennungsmotiv war die Lage der Flurstücke an einem Hang mit mäßiger Steigung.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lange-Lahn: Lange-Lahn (Kammerbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/427637_lange-lahn> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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