Pletsch-Wiese: in den platschwiesen
Beleg
Standard-Flurname
Pletsch-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 1751
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pletsch
Die Namen sind unterschiedlicher Herkunft. (1) Eine Pletschmühle ist eine oberschlächtige Mühle: Der Zusatz kommt vom Plätschern des herabfallenden Wassers. (2) Als Simplex Pletsch geht der Name auf ein Wort zurück, das in Nassau ‚jedes breite und platte Stück‘ und in Mittelhessen ebenfalls ein ‚großes Ackerstück‘, aber anscheinend auch ein Ackermaß bezeichnet. Dieses geht wohl auf ahd. blez, blezza ‚Stückchen (Tuch)‘, mhd. blez st. M. ‚Lappen, Flicken, Fetzen, Streifen Landes, Beet‘ zurück. (3) Der Rod-Name in Lich schließlich leitet sich am ehesten von einem Besitzer Pletsch ab. Der FamN ist auch historisch im Raum bezeugt.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pletsch-Wiese: in den platschwiesen (Hetzerode)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/424398_in-den-platschwiesen> (aufgerufen am 05.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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