Hebenshausen-Pflanze-Platz: Hebenshausen-Pflanze-Platz
Weitere Belege
- vor den hebenshausser pflanzenpla
Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1744
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pflanze
Zu ahd. flanza ‚Schößling‘, mhd. phlanze st. F. ‚jung gepflanzter Stamm, Pflanze, Baum‘, einer Entlehnung aus lat. planta ‚Setzling, Sohle‘. Die Namen beziehen sich auf dorfnahes Garten- und Wiesengelände, das besonders gut für die Anzucht von Pflanzenschößlingen geeignet war. Für Pflanzengarten gilt auch die allgemeine Bedeutung ‚Gemüsegarten‘.
Platz
Zu mhd. plaz, platz st. M. ‚freier Raum, Platz, Tanzplatz‘, einer Entlehnung aus altfranz. place ‚weiter, offener, freier Raum, Kampfplatz, Ort, Stelle‘. Namengebend waren größere, frei gelegene und ebene Flurstücke. Dies gilt für Markt- und Kirmesplätze, aber auch für Wiesen- und Ackerland.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pflanze
Zu ahd. flanza ‚Schößling‘, mhd. phlanze st. F. ‚jung gepflanzter Stamm, Pflanze‘, einer Entlehnung aus lat. planta ‚Setzling, Sohle‘. Die Namen beziehen sich auf dorfnahes Garten- und Wiesengelände, das besonders gut für die Anzucht von Pflanzenschößlingen geeignet war. Für Pflanzgarten gilt auch die allgemeinere Bedeutung ‚Gemüsegarten‘, gelegentlich auch die speziellere Bedeutung ‚Weingarten‘. Die Abstraktbildung ahd. flanzunga, mhd. phlanzunge st. F. ‚Anpflanzung‘ erscheint in Uferpflanzung.
Platz
Zu mhd. plaz, platz st. M. ‚freier Raum, Platz, Tanzplatz‘, einer Entlehnung aus altfrz. place ‚weiter, offener, freier Raum, Kampfplatz, Ort, Stelle‘. Namengebend waren größere, frei gelegene und ebene Flurstücke. Dies gilt für Markt- und Kirmesplätze, aber auch für Wiesen- und Ackerland.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Hopfen m.
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Der Hopfen, spätahd. hophe m. (Graff 4, 832), mhd. hopfe, hopfen sw.m. (Lexer 1, 1336f.) bezieht sich auf mehrere Pflanzenarten, vorzugsweise und in der Regel in FlN aber auf die zur Bierherstellung benötigte Nutzpflanze Humulus lupulus(DWB 10 [IV‚II]‚ 1795; Weigand/Hirt l, 887f.; Kluge/Mitzka 314; Dittmaier 114). Das Wort ist in Hessen allgemein verbreitet, die Redensart es ist maltz und hopffen verlorn von E. Alberus erwähnt (SHessWb 3, 698f.; Crecelius 467; WaldWb 47).
Der Hopfenanbau erfolgte meist im Gartenbau, unterlag deshalb dem Gartenrecht; der Hopfen stand „als Zaunpflanze im Nachbarrecht“ (DRWb 5, 1542), so daß der bei weitem häufigste Kombinationstyp Hopfengarten ist. Eine sichere Abgrenzung gegen die Benennung nach frei wachsendem Wildhopfen ist nicht immer möglich. Am ehesten werden sich Kombinationstypen wie Hopfenrain auf diesen beziehen.
Hopfen scheint gelegentlich zu /hebe/ umgelautet zu sein; doch sind diese Belege nicht ganz sicher.
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Vereinzelt scheint Vermengung mit /ho:p/ ,Hof‘ nicht auszuschließen zu sein.
Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 26
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hebenshausen-Pflanze-Platz: Hebenshausen-Pflanze-Platz (Berge)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/413432_hebenshausen-pflanze-platz> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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