Koppe: Koppe
Weitere Belege
- an der koppe
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Weißenborn B 8
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Koppe
Wohl eine katasteramtliche Bildung zu nhd. Kuppe, Koppe ‚stumpfe, runde Erhebung‘ in Umdeutung von Kopf (s.d.) oder gebrauchsüblichem Köppel (s.d.).
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Koppe f.
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Wahrscheinlich ist Koppe zu vergleichen mit ahd. chuppha f. ‚Kopf ‘ (Graff 4, 355), mhd. kupfe, gupfe sw. f. (Lexer l, 1788), als Formname aus lat. cuppa ,Becher‘ in der Bedeutung ‚Bergspitze, äußerstes Ende‘ entlehnt (Kluge/Mitzka 413). Das Wort taucht zuerst in den mitteldt. Mundarten auf (DWB 11 [V], 1784, 2771).
Den hessischen Idiotica ist Koppe nicht bekannt; die Nennung für Südhessen (SHessWb 3, 1670) ist wohl auf schriftsprachlichen Einfluß zurückzuführen; zumindest sind in diesem Gebiet keine FlN belegt. Ob die Form Kaupe als Nebenform zu Koppe/Kuppe zu verstehen ist (Arnold 342), ist nicht ganz sicher, doch wahrscheinlich, da es sich um Bergnamen handelt. Kaupe ist für die Wetterau bei E. Alberus belegt: kaup ‚apex, apiculus‘ ein kaupp uf des huns oder vogels heubt (DWB 11 [V], 360; vgl. Weigand/Hirt 1, 1014).
In FlN bezeichnet Koppe zumeist die ‚oberste Bergerhöhung‘ (Genzel 27).
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Da eine Überschneidung mit den Mundartformen von Kapaun, Koppen, Kappen möglich ist (DWB 11 [V], 1783; SHessWb 3, 1674), wurden die Belege, in denen Koppe BT ist, nur berücksichtigt, wenn die Kombinationsform oder die topographische Lage die Aufnahme nahelegten.
Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 78
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Koppe: Koppe (Weißenborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/368817_koppe> (aufgerufen am 04.11.2026)
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