Fisch-Pfad: der fischpfad
Beleg
Standard-Flurname
Fisch-Pfad
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1747
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fisch
Zu ahd. fisc, mhd. visch st. M. ‚Fisch‘. Namengebend war meist der natürliche Fischreichtum von Gewässern. Ob der Fischpfad in Wißmar mit dem rezenten dortigen Fischerweg identisch ist, ist sehr unsicher.
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fisch
Zu ahd. fisc, mhd. visch st. M. ‚Fisch‘. Namengebend war meist der natürliche Fischreichtum von Gewässern oder, insbesondere bei Komposita wie Fischweiher, ein künstlich angelegter Teich zur Aufzucht von Fischen. Die Fischäcker und Fischweiden genannten Flurstücke werden meist an solche Gewässer angrenzen. Unklar ist die Namenbildung Fischenende in Dieburg/Münster.
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fisch-Pfad: der fischpfad (Hesserode)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/337203_der-fischpfad> (aufgerufen am 04.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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