Braun-Hart: die Brünshart
Beleg
Standard-Flurname
Braun-Hart
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1375
Quelle
Reimer, Heinrich: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehem. Provinz Hanau. Bd. 3. 1350-1375. Leipzig 1894.
Weitere Belege
- 1317: (dem Wald Braunshardt)
Demandt, Karl E.: Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060-1486. Bd. 1-4. Wiesbaden 1953/1954/1956/1957., REG. 585 - 1401: Brunshart
Lachmann, Hans-Peter: Die älteste Rechnung der Obergrafschaft Katzenelnbogen aus dem Jahre 1401. In: Archiv für Hessische Geschichte, NF 31 (1971/72). S. 4-97., S. 18 - 1494: In dr Braunshartt
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 5/20., fol. 71' - 1571: Braünshardtt
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 85/2., fol. 23' - 1616: Braünßhardt
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 85/3-4., fol. 54' - 1616: in der Braunßhart
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 85/3-4., fol. 55
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Braun
Zu ahd. mhd. brûn ‚braun‘ als Benennung nach der vorherrschenden Farbe. - In Climbach wurde hier bis 1944 Kohle (Blätterkohle) abgebaut. - Der FamN Braun scheint nicht namengebend zu sein.
Hart
Zu mhd. hart st. M.N.F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus. Angehängtes Genitiv-/s /führt verschiedentlich zur Schreibung <Harz>; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. - In Watzenborn-Steinberg scheint Umdeutung aus Hader (s.d.) vorzuliegen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hart
Zu mhd. hart st. M. N. F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus und der Stammvokal ist oft zu /o/ verdumpft. Bei Hertel handelt es sich um eine Verkleinerungsform mit -el-Suffix, bei Hartling (Lampertheim) um eine Ableitung oder einen FamN. Angehängtes Genitiv-s führt verschiedentlich zur Schreibung dHarz-H; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. Manchmal ist Vermischung mit dem Adjektiv hart (Gräfenhausen, Klein-Krotzenburg) oder dem Substantiv Herd(e) möglich.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Braun-Hart: die Brünshart (Braunshardt)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/336493_die-bruenshart> (aufgerufen am 15.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/336493