Braun-Hart: (dem Wald Braunshardt)

Historischer Beleg aus Braunshardt  
Gemeinde
Weiterstadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Braun-Hart

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1317

Quelle

Demandt, Karl E.: Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060-1486. Bd. 1-4. Wiesbaden 1953/1954/1956/1957.

Weitere Belege

  • 1375: die Brünshart
    Reimer, Heinrich: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehem. Provinz Hanau. Bd. 3. 1350-1375. Leipzig 1894., S. 832
  • 1401: Brunshart
    Lachmann, Hans-Peter: Die älteste Rechnung der Obergrafschaft Katzenelnbogen aus dem Jahre 1401. In: Archiv für Hessische Geschichte, NF 31 (1971/72). S. 4-97., S. 18
  • 1494: In dr Braunshartt
    Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 5/20., fol. 71'
  • 1571: Braünshardtt
    Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 85/2., fol. 23'
  • 1616: Braünßhardt
    Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 85/3-4., fol. 54'
  • 1616: in der Braunßhart
    Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 85/3-4., fol. 55

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Braun

Zu ahd. mhd. brûn ‚braun‘ als Benennung nach der vorherrschenden Farbe. - In Climbach wurde hier bis 1944 Kohle (Blätterkohle) abgebaut. - Der FamN Braun scheint nicht namengebend zu sein.

Hart

Zu mhd. hart st. M.N.F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus. Angehängtes Genitiv-/s /führt verschiedentlich zur Schreibung <Harz>; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. - In Watzenborn-Steinberg scheint Umdeutung aus Hader (s.d.) vorzuliegen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hart

Zu mhd. hart st. M. N. F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus und der Stammvokal ist oft zu /o/ verdumpft. Bei Hertel handelt es sich um eine Verkleinerungsform mit -el-Suffix, bei Hartling (Lampertheim) um eine Ableitung oder einen FamN. Angehängtes Genitiv-s führt verschiedentlich zur Schreibung dHarz-H; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. Manchmal ist Vermischung mit dem Adjektiv hart (Gräfenhausen, Klein-Krotzenburg) oder dem Substantiv Herd(e) möglich.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Braun-Hart: (dem Wald Braunshardt) (Braunshardt)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/336492_dem-wald-braunshardt> (aufgerufen am 15.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/336492