Pfarrer-Ecke: n der pfarrers ecke
Beleg
Standard-Flurname
Pfarrer-Ecke
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 1772
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ecke
Zu ahd. egga ‚Schneide, Spitze, Ecke‘, mhd. ecke st. sw. F. ‚Spitze, Ecke, Kante, Winkel‘. Der Name bezieht sich teils auf die Lage, teils auf den Grundriss der Flurstücke. Neben der femininen Form ist auch das Neutrum Eck verbreitet. Es tritt erst in nhd. Zeit auf und ist mit Ecke bedeutungsgleich.
Pfarrer
Zu ahd. pharrâri, mhd. pharrære st. M. ‚Pfarrer‘, einer Nomen-agentis-Bildung zu ahd. phara. Dazu tritt in historischen und mündlichen Belegen die dialektale Variante Perner. Die Namen beziehen sich auf Besitz und Nutzungsrechte des Pfarrers.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfarrer
Zu ahd. pharrâri, mhd. pharrære st. M. ‚Pfarrer‘, einer Nomen-agentis-Bildung zu ahd. pharra. Daneben steht das Kompositum Pfarrherr in Gräfenhausen, Klein-Umstadt, Messel, Nieder-Beerbach und Rembrücken, zu mhd. pharre-hërre sw. M. Dazu als moviertes Femininum Pfarrerin ‚Ehefrau des evangelischen Geistlichen‘ (Babenhausen). Die Belege verweisen auf Landbesitz eines Pfarrers. Vereinzelt erscheinen umgelautete Formen und einmal (Michelstadt) die in Südhessen seltene mitteldt. Nebenform Pherner.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pfarrer-Ecke: n der pfarrers ecke (Großenenglis)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/333581_n-der-pfarrers-ecke> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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