Lange-Maas: die lange maass
Beleg
Standard-Flurname
Lange-Maas
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Wolferode B 6 · Anzeige im Hessischen Archivinformationssystem Arcinsys
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Länge
Zu ahd. langî, lengî, mhd. lenge st. sw. F., frühnhd. leng ‚Länge‘, einer Substantivbildung zu lang. Der FlN weist auf die langgestreckte Form eines Flurstückes hin. Mitunter hat Umdeutung aus -land - bedingt durch die Gutturalisierung /-nd/ > /ng/- stattgefunden, so in Langgöns.
Lange
Substantivbildung zum Adjektiv lang (s.d.).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Maas
Vermutlich zu nhd. Maß in der Bedeutung ‚Flächenmaß‘, einer seit dem 14. Jh. bezeugten verkürzten Form von ahd. mâʒa ‚Maß, Größe‘, mhd. mâʒe st. F. ‚Maß, zugemessene Größe‘. Mitunter wohl als hyperkorrekte Schreibung für Moos (s. d.). Vereinzelt, besonders bei den möglichen Pluralformen aus Langen und Unter-Schönmattenwag, kann auch eine Vermischung mit einem gleich lautenden Wort in der Bedeutung ‚Hufe‘ vorliegen, das aus lat. mansus entlehnt wurde. Unsicher ist aber, ob diese Belege hierher gehören.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lange-Maas: die lange maass (Wolferode)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/318345_die-lange-maass> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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