Nonne-Ar: der nonnar

Historischer Beleg aus Nesselbrunn  
Gemeinde
Weimar (Lahn)
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Nonne-Ar

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1747

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Ar

Die Namen sind nicht sicher zu deuten. Ob das Vorkommen in Großen-Linden zu Erdfall oder Erdfeld (s.d.) gehört, wird durch die Schreibung des WegNs von 1489 unsicher; der deutet eher auf einen Zusammenhang mit mhd. arn ‚Ernte‘ oder mit mhd. ar ‚Adler‘ hin. - Beim Argraben hingegen ist nicht auszuschließen, dass er zur Gruppe der GewN wie der Aar (links > Dill > Lahn) gehört, die vorgermanischen Ursprungs sind.

Nonne

Zu ahd. nunna, mhd. nunne, nonne, sw. F. ‚Nonne‘, einer Entlehnung aus spätlat. nonna ‚ehrwürdige Mutter, Klosterfrau‘. Der Name weist auf Besitz von Nonnenklöstern hin.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Nonne

Zu ahd. nunna, mhd. nunne, nonne sw. F. ‚Nonne‘, einer Entlehnung aus spätlat. nonna ‚ehrwürdige Mutter, Klosterfrau‘. Zumeist handelt es sich um Besitz von Nonnenklöstern, etwa die Nonnen-Wieße in Lampertheim zum Ricardi-Convent in Worms1, der Nonnen Rhein in Lampertheim bzw. Lorsch zum Kloster zum Hane in Lorsch2 oder das Nonnen Gut in Pfungstadt zum Kloster Heiligenberg3.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Nonne-Ar: der nonnar (Nesselbrunn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/296672_der-nonnar> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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