Schnepper-Berg: hinder dem schnepper bergk
Beleg
Standard-Flurname
Schnepper-Berg
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1542
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 3/10.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.
Schnepper
Wahrscheinlich zu mhd. snappen sw. V. ‚schnappen; wanken, straucheln‘. Wenn der Name nicht lautnachahmend ist, bezeichnet er wohl eine strudelige Quelle.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.
Schnepper
Der FlN leitet sich nicht von Schnepfe (s. d.) her, sondern von dem in mitteldt. Dialekten seit dem 15. Jh. verbreiteten Wort Schneppe F. in der hess. und pfälzisch belegten Bedeutung ‚äußerstes Ende, Rand, Spitze‘. Dem entspricht die Lage der Fluren in einer Ausbuchtung der Gemarkung Königstädten, eingeschnürt durch einen Einschnitt der Gemarkung Rüsselsheim.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schnepper-Berg: hinder dem schnepper bergk (Königstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/270757_hinder-dem-schnepper-bergk> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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