Schnepper-Berg: hinder dem schnepper bergk

Historischer Beleg aus Königstädten  
Landkreis
Groß-Gerau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schnepper-Berg

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1542

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 3/10.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.

Schnepper

Wahrscheinlich zu mhd. snappen sw. V. ‚schnappen; wanken, straucheln‘. Wenn der Name nicht lautnachahmend ist, bezeichnet er wohl eine strudelige Quelle.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.

Schnepper

Der FlN leitet sich nicht von Schnepfe (s. d.) her, sondern von dem in mitteldt. Dialekten seit dem 15. Jh. verbreiteten Wort Schneppe F. in der hess. und pfälzisch belegten Bedeutung ‚äußerstes Ende, Rand, Spitze‘. Dem entspricht die Lage der Fluren in einer Ausbuchtung der Gemarkung Königstädten, eingeschnürt durch einen Einschnitt der Gemarkung Rüsselsheim.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schnepper-Berg: hinder dem schnepper bergk (Königstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/270757_hinder-dem-schnepper-bergk> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/270757