Läus-Wiese: laeus wiese

Historischer Beleg aus Bauerbach  
Gemeinde
Marburg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Läus-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Kirchliches Archiv Marburg, Fluraufnahme und 1 Quelle von 1270, 1807

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Läus

Der BT geht auf mhd. lûz, lûze st. F. ‚Versteck, Lauer, Hinterhalt‘ zurück, einer Substantivbildung zu ahd. lûzzen, lûzen, mhd. lûzen ‚verborgen liegen, sich versteckt halten, lauern‘. Die Namen beziehen sich, wie auch die meisten GTe aussagen, sehr häufig auf hoch gelegene Beobachtungspunkte zur Überwachung von Straßen, manchmal wohl auch auf Stellen, die von Jägern als Anstand genutzt wurden. - Die weit überwiegenden umgelauteten Formen gehen wohl auf eine mitteldt. Nebenform *liuzen zurück.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Läus-Wiese: laeus wiese (Bauerbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/264051_laeus-wiese> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/264051