Steckel-Viertel: steckhess Virtl:
Beleg
Standard-Flurname
Steckel-Viertel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1654
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 1/1.
Weitere Belege
- 1654: daß Steckhels Virtl:
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 1/1., fol. 100
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Viertel
Zu ahd. fiorteil, mhd. vierteil, viertel st.N., ursprünglich eine Zusammenrückung aus ‚der vierte Teil‘. Viertel war die gebräuchliche Bezeichung für ein Viertel eines Lokalmorgens.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Steckel
Soweit der FamN Stöckel, Steckel als Benennungsmotiv außer Betracht bleibt, geht der BT auf ahd. steckal, mhd. stechel, stichel, stickel ‚steil, spitz‘ zurück und bezeichnet damit steile Lagen. Neben dem Adjektiv stickel, das im Beleg 1294 Mörlenbach deutlich erkennbar ist, kann auch das daraus gebildete Substantiv mhd. stichel st. F. ‚Anhöhe‘ namengebend sein. Allerdings konkurriert diese Form mit der dialektal gebräuchlichen Form Stickel st. M. ‚kurzer Holzpfahl‘, die auch das Flexions-s erklärt. Bei Simplex-Namen scheint -s aber ein Kollektiv anzuzeigen.
Viertel
Zu ahd. fiorteil, mhd. vierteil, viertel st. N., ursprünglich eine Zusammenrückung aus *der vierte Teil. Viertel war die gebräuchliche Bezeichnung für ein Viertel eines Lokalmorgens. Der Beleg aus Finkenbach zeigt die ältere Form vier-teil. Dagegen ist die Zugehörigkeit der Belege aus Lampertheim nicht sicher
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Steckel-Viertel: steckhess Virtl: (Gadern)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/237923_steckhess-virtl> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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