Weise-Hütter-Forst: AM WEISEHUETTER FORST
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Forst
Zu ahd. forst, mhd. vorst st. M. ‚Bannwald, gehegter Wald, Forst‘. Das Simplex bezieht sich auf eingezäunte, in herrschaftlichem Besitz stehende Bannwälder. Die Komposita verweisen meist auf Flurstücke, die an einen solchen Forst angrenzen.
Hütter
Die /-er/-Ableitung bei diesen Belegen legt die Deutung nahe, dass sich der BT hier auf eine Hütte i.S. einer ‚bewohnten Anlage‘, einer Art Klein(st.-Siedlung handelt; also Name für (mögliche) Wüstungen sind (vgl. Kohden), über die aber sonst nichts bekannt ist. Die historischen Belege aus Lardenbach bestätigen das.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Forst
Zu ahd. forst, mhd. vorst st. M. ‚Bannwald, gehegter Wald, Forst‘. Das Simplex bezieht sich auf eingezäunte, in herrschaftlichem Besitz stehende Bannwälder. Die Komposita verweisen meist auf Flurstücke, die an einen solchen Forst angrenzen. Die vereinzelten Furst-Namen sind hyperkorrekte Formen wegen des Wandels /u/ > /o/, die Fürst-Namen sind dabei zusätzlich durch Fürst (s. d.) oder First (s. d.) beeinflusst.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Weise-Hütter-Forst: AM WEISEHUETTER FORST (Gottstreu)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/235909_am-weisehuetter-forst> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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