Fürst-Alexander-Ruhe: FUERST ALEXANDER RUHE [faerschd alexander ruh]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fürst
Zu ahd. furisto, mhd. vürste sw. M. ‚Fürst‘. Am Fuße des Tannenbergs ließ Graf Christian August ... ein ‚Schloss aus Holz‘ (1756) bauen, welches seit 1836 in Laubach steht. (Deumer)
Ruhe
Zu ahd. rôa, ruowa, mhd. ruowe, ruo st. F. ‚Ruhe‘. Die FlN verweisen auf zweierlei: Zum einen auf die hölzernen oder steinernen, abgestuften Gestelle am Wegesrand, auf denen Traglasten abgesetzt werden konnten; zum anderen auf schattige Stellen am Waldrand oder unter frei stehenden Bäumen, wo sich Hirten und Vieh zur Zeit der größten Mittagshitze ausruhten.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fürst
Teils ursprünglich, teils umgedeutet zu ahd. furisto, mhd. vürste sw. M. ‚Fürst‘. Oft ist nicht mehr zu entscheiden, ob die Namen ursprünglich zu mhd. vorst oder vürst gehören. Sicher sind hier nur Belege mit der Adjektivableitung fürstlich.
Ruhe
Zu ahd. rôa, ruowa, mhd. ruowe, ruo st. F. ‚Ruhe‘. Die FlN verweisen auf zweierlei: Zum einen auf die hölzernen oder steinernen, abgestuften Gestelle am Wegesrand, auf denen Traglasten abgesetzt werden konnten; zum anderen auf schattige Stellen am Waldrand oder unter frei stehenden Bäumen, wo sich Hirten und Vieh zur Zeit der größten Mittagshitze ausruhten. Die historischen Belege weisen besonders im Stammauslaut starke Lautvarianz auf: Neben dem Hauchlaut /h/ kommen hier häufig auch die Reibelaute /x/ und /v/ sowie der Verschlusslaut /g/ vor.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fürst-Alexander-Ruhe: FUERST ALEXANDER RUHE (Schönberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/23062_fuerst-alexander-ruhe> (aufgerufen am 04.11.2026)
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