Stitz: der stitz

Historischer Beleg aus Balhorn  
Gemeinde
Bad Emstal
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Stitz

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 1746

Weitere Belege

Deutungen

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Stitz m.

1

Der Stitz, ein Wort unbekannter Herkunft, ist ein ‚enger, kleiner Stall‘, besonders der ,Gänsestall‘, und nur in mitteldt. Mundarten bekannt (DWB l8 [X‚ II, 2], 2866). Im Hessischen ist auch die Bedeutung ‚ein kleines elendes Zimmer, auch ein ärmliches Häuschen‘ (Saul 15) und vereinzelt ‚kleines, eingehegtes Stück Weide‘ (HNassWb 3, 796) belegt. Das Wort kommt sonst noch in Thüringen (Hertel 235) und Sachsen (DWB ebd.) vor.

Wie die Kombinationstypen zeigen, bezieht sich Stitz in hessischen FlN sowohl auf die Bedeutung ,Stall‘ wie ‚gehegte Weide‘.

2

Um die möglichen Vermengungen mit Stütze auszusondern, wurden fem. Stitz-Belege ausgeschieden.

Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 40

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Stitz: der stitz (Balhorn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/227681_der-stitz> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/227681