Mühl-Seife: obig der Mühlseiffen
Beleg
Standard-Flurname
Mühl-Seife
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1807
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Schlierbach 1807.
Weitere Belege
- DIE MUEHLSEIFE
- 1719: in der muhlseyffen
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 172, Nr. 1201a., fol. 52' - 1768: in Der Mühlseiffen
Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Schlierbach/Helfersdorf 1768., pag. 5
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Seife
Die Namen gehören als Substantivbildung von mhd. sîfen st. V. ‚tröpfeln, triefen‘ zu mhd. sîfe sw. M. ‚Bächlein, von einem Bächlein durchzogene Bergschlucht‘; in FlN im Flachland auch im Sinne von ‚feuchte Stelle‘. In Mittelhessen schwankt das Genus zwischen mask. und fem., während die Namen in Südhessen nur fem. Genus aufweisen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Seife
Die Namen gehören als Substantivbildung von mhd. sîfen st. V. ‚tröpfeln, triefen‘ zu mhd. sîfe sw. M. ‚Bächlein, von einem Bächlein durchzogene Bergschlucht‘; in FlN im Flachland auch im Sinne von ‚feuchte Stelle‘. In Südhessen weisen die Namen durchweg fem. Genus auf; in Nlieb liegt Diminutiv vor. Die auch im Pfälzischen vorkommenden Seifds-Namen gehen wohl auf mhd. *sîfezen zurück, vgl. lothringisch-elsässisch sifzen ‚durchsickern, tröpfeln, feucht sein‘, das als Intensivbildung mit dem Suffix -ezzen, -izzen ebenfalls zu mhd. sîfen st. V. gehört. Amtlich wurde der FlN an seufzen angeschlossen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Seife
Karte 120
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mühl-Seife: obig der Mühlseiffen (Schlierbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/217_obig-der-muehlseiffen> (aufgerufen am 08.06.2026)
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https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/217