Hader-Kaute: holder kaute
Weitere Belege
- AN DER HADERKAUTE
- in der hader kutte
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, um 1750
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch
Hader
Zu ahd. hadara ‚Lumpen, Lappen‘, mhd. hader st. sw. M. ‚zerrissenes Stück Zeug, Lumpe, Lappen; Streit, Zank‘. In FlN weist der BT Hader meist auf Flurstücke, um deren Besitzverhältnisse, Größe oder Nutzung es zu Streitigkeiten gekommen war.
Kaute
Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jahrhunderts beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. In Eisenkauten wurde Eisen im Tagebau abgebaut; die zahlreichen Leimenkauten dienten der Lehmgewinnung.
Südhessisches Flurnamenbuch
Hader
Zu ahd. hadara ‚Lumpen, Lappen‘, mhd. hader st. sw. M. ‚zerrissenes Stück Zeug, Lumpe, Lappe; Streit, Zank‘. In FlN weist der BT Hader meist auf Flurstücke, um deren Besitzverhältnisse, Größe oder Nutzung es zu Streitigkeiten gekommen war.
Kaute
Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jh.s beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. Ob auch der Beleg aus Wattenheim (als Diminutiv) hierher gehört, ist ungewiss.
Hessischer Flurnamenatlas
Hader
Karte 136
Kaute
Karte 94
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hader-Kaute: holder kaute (Mecklar)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/214440_holder-kaute> (aufgerufen am 29.11.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
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