Feder-Ling-Baum: beym federlings baum

Historischer Beleg aus Friedlos  
Gemeinde
Ludwigsau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Feder-Ling-Baum

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1750

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Baum

Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Gegensatz zu Bangert (s.d.) nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.

Feder

Zu ahd. federa, mhd. vedere st. sw. F. ‚Feder‘. ‚Feder‘ bezieht sich gewöhnlich auf Orte, wo (Sumpf-) Gräser mit federähnlichem Blütenstand wachsen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Baum

Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Unterschied zu Bangert nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen wie in Biebesheim am Rhein, Dietzenbach, Klein-Zimmern, Pfungstadt und Rembrücken für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.

Feder

Zu ahd. federa, mhd. vedere st. sw. F. ‚Feder‘. Als Simplex bezieht sich Feder gewöhnlich auf Orte, wo (Sumpf-)Gräser mit federähnlichem Blütenstand wachsen. Die Komposita Federwisch ‚Kehrwisch‘ und Federkiel bzw. die ältere Variante Federkeil sind dagegen FormN.

Ling

Der in zwei benachbarten Gemarkungen auftretende Name gehört in Anbetracht des ältesten Belegs vermutlich als Nebenform mit gehobenem Stammvokal zu Länge (s. d.). Sonst kommt Ling auch als gutturalisierte Variante von Linde vor.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Feder-Ling-Baum: beym federlings baum (Friedlos)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/206536_beym-federlings-baum> (aufgerufen am 05.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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