Kehle: ahn der Köhl
Beleg
Standard-Flurname
Kehle
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1723
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 70, Akten Nr. 5.
Weitere Belege
- KEHL
- 1560: vf die Keele vgl KOHL
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 137, Urkunden Nr. 339. - 1560: vf die Kele
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 137, Urkunden Nr. 339. - 1627: auff der Keln
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 14, Akten Nr. 699.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kehle
Zu mhd. -kele, das in Wörtern wie nhd. Kniekehle sw. F. erhalten ist. Es gehört wohl zu einem Wort für ‚aushöhlen‘ auf der Grundlage von idg. *gel-. In FlN hat es die Bedeutung ‚Schlucht, Rinne, Geländeeinschnitt‘ angenommen. Das Wort ist vermutlich nicht mit nhd. Kehle ‚Schlund‘, ahd. kel(a), mhd. kel(e) sw. F. ‚Kehle‘ verwandt, doch ist es wahrscheinlich, dass sich beide Appellative bei der Namengebung nach der Form vermischt haben.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kehle
Zu mhd. -kele, das in Wörtern wie nhd. Kniekehle sw. F. erhalten ist. Es gehört wohl zu einem Wort für ‚aushöhlen‘ auf der Grundlage von idg. *gel-. In FlN hat es die Bedeutung ‚Schlucht, Rinne, Geländeeinschnitt‘ angenommen. Das Wort ist vermutlich nicht mit nhd. Kehle ‚Schlund‘, ahd. kel(a), mhd. kel(e) sw. F. ‚Kehle‘ verwandt, doch ist es wahrscheinlich, dass sich beide Appellative bei der Namengebung nach der Form vermischt haben.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kehle: ahn der Köhl (Bierstadt)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/197486_ahn-der-koehl> (aufgerufen am 06.06.2026)
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