Atzel-Wiese: in der Atzellwieß
Beleg
Standard-Flurname
Atzel-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1720
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3.
Weitere Belege
- IN DER ATZELWIESE
- 1574: vf der Atzellwiesenn [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/2., fol. 907'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Atzel
Hess. Atzel ‚Elster‘, mhd. atzel sw. F. führen mit einer /l/-Erweiterung, die sonst bei Koseformen von PN häufig ist, auf ahd. agaza zurück. Dies ist, wieder nach dem Muster von PN, eine Koseform der Vollform ahd. agalstra, mhd. agelster sw. F. ‚Elster‘.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Atzel
Südhess. Atzel ‚Elster‘, mhd. atzel sw. F. führen mit einer l-Erweiterung, wie sie sonst bei Koseformen von PN häufig ist, auf ahd. agaza zurück. Dieses ist, wieder nach dem Muster von PN, eine Koseform der Vollform ahd. agalstra, mhd. agelster sw. F. ‚Elster‘.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Atzel-Wiese: in der Atzellwieß (Vadenrod)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/166329_in-der-atzellwiess> (aufgerufen am 01.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/166329