Söhre: in soern
Beleg
Standard-Flurname
Söhre
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1565/1566
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, E 13, Nr. 100/2.
Weitere Belege
- 1572: Inn Soernn [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/1., fol. 107 - 1587: Im Sörnn [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/3., fol. 201 - 1587: In Söhrn [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 178/3., fol. 197'
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Söhre
Zum mhd. Adjektiv sôr ‚trocken, dürr‘, in ahd. irsorên ‚abmagern‘ enthalten, gibt es eine nhd. Substantivbildung Söhre ‚versiegendes Wasser‘, die - als Wort nur schwach belegt - in Namen häufiger begegnet, auch in hess. FlN. Sie verweisen auf leicht trocken fallende Gewässer oder trockenes Land allgemein. In Dieburg (vielleicht auch Langen) wird Abschwächung aus *Sehren-hart ‚Wald mit Söhre‘ o. ä. vorliegen. Die Zugehörigkeit der FlN in Hergershausen/Münster ist nicht sicher; es scheint aber kollektiviertes *Sehr-ich zu Grunde zu liegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Söhre: in soern (Maulbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/143131_in-soern> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/143131