Siegel: auf der untersten Siehl
Beleg
Standard-Flurname
Siegel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1720
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3.
Weitere Belege
- AUF DEM SIEGEL
- 1394: bei den Segiln [Acker]
Eckhardt, Albrecht: Die oberhessischen Klöster. Regesten und Urkunden. 3. Band, 1. Hälfte: Regesten. Marburg 1977., S. 18 - 1574: vf denn Siegelnn [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/2., fol. 819' - 1574: Inn Siegelnn [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/2., fol. 818' - 1634: Vff demm Siegen [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 155/1., fol. 130' - 1720: auf der untersten Siegell [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3., fol. 351
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Siegel
Der FlN ist nicht klar zu deuten. Gegen eine Herleitung von Siegel, mhd. sigel st. N. ‚Siegel, Stempel‘ spricht sprachlich nichts; dafür stellt sich die Frage nach dem Benennungsmotiv: Die Grundstücke könnten nach der Form benannt sein, oder es könnte eine Rechtsbeziehung (durch Gründstücksbelastung?) Verursacher des Namens sein. Die Belege aus Ettingshausen und Königsberg könnten so zu verstehen sein. - Aus sachlichen Gründen ist aber wahrscheinlich, dass die Mehrzahl der Namen zum Namenfeld um Sechen/Seie (s. d.) gehört: als -el-Ableitung mit Vokalkürzung zu mhd. sîhen st. V. und mhd. sîgen st. V. ‚tröpfelnd sinken, fließen‘.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Siegel
Karte 119
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Siegel: auf der untersten Siehl (Leusel)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/142018_auf-der-untersten-siehl> (aufgerufen am 07.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/142018