Lange-Wiese: in der Lang wieß
Beleg
Standard-Flurname
Lange-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1720
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3.
Weitere Belege
- DIE LANGWIESE
- 1574: gnandt die Lange wiese [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/2., fol. 822 - 1574: vf der Langenwiesen [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 113/2., fol. 829 - 1720: auf der Langen Wieß [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3., fol. 321' - 1720: auf der Langwiesen [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 247/3., fol. 337'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Länge
Zu ahd. langî, lengî, mhd. lenge st. sw. F., frühnhd. leng ‚Länge‘, einer Substantivbildung zu lang. Der FlN weist auf die langgestreckte Form eines Flurstückes hin. Mitunter hat Umdeutung aus -land - bedingt durch die Gutturalisierung /-nd/ > /ng/- stattgefunden, so in Langgöns.
Lange
Substantivbildung zum Adjektiv lang (s.d.).
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lange-Wiese: in der Lang wieß (Leusel)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/141890_in-der-lang-wiess> (aufgerufen am 07.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/141890