Reit: Reith

Historischer Beleg aus Schlüchtern  
Gemeinde
Schlüchtern
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Reit

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

ca. 1764

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Ahlersbach, B 1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Reit

Das Waldgebiet des Reitscheids, an dem mehrere Gemarkungen Anteil haben, geht im BT entweder auf mhd. riuhe, rûhe st. F. in der Bedeutung ‚raue Gegend‘ zurück oder auf die Nebenform riuschen zu mhd. rûschen ‚rauschen‘, wobei das Rauschen des Blattwerks namengebend wäre (s. Rausch). - Der Reitochse ist eine hess. Bezeichnung für den Zuchtbullen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Reit

Teils zu mhd. rîtphat st. M., rîtwec st. N. ‚Reitpfad, Reitweg‘. Die Namen beziehen sich im Allgemeinen auf Wege und Schneisen, die nur zum Reiten, nicht zum Befahren geeignet sind; daneben ist Reitweg auch als alter Name von Fernwegen belegt. Als Reitbahn werden besonders hergerichtete Plätze bezeichnet, an denen Pferde trainiert werden bzw. Pferderennen stattfinden. Beim Reitkissen in Zell (BGS) dürfte es sich um einen FormN handeln.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Reit: Reith (Schlüchtern)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/1277_reith> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/1277