Hammer-Pacht: am Hammerß Pacht
Beleg
Standard-Flurname
Hammer-Pacht
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1773
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Weidelbach Nr. 3.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hammer
In der Regel zu ahd. hamar, hamer ‚Hammer‘, mhd. hamer st. M. ‚Hammer; Hammerwerk, Hammermühle‘. Einzelne Namen können sich auf Flure beziehen, deren Grundriss an einen Hammer erinnert (vgl. Klopfhammer). Die Mehrheit indessen verweist auf ehemalige, durch Wasserkraft getriebene Hammerwerke, in denen Metall zu Blechen gehämmert wurde (Eisenhämmer, Kupferhämmer) und deren Betrieb von ausreichender Wasserzufuhr (über einen Hammergraben oder Hammerkanal) abhing.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pacht
Pacht ‚Vertrag, Steuer, Zins‘, mhd. phahte, phaht, pacht st. F. ‚Zins, Pacht, Recht, Abgabe von einem Zinsgut‘ ist entlehnt aus spätlat. pacta ‚Vertrag, Steuer‘. Im Mhd. stehen das ältere lautverschobene phacht und mitteldt. pacht nebeneinander. Die verschobene Form erlischt in der Schriftsprache im 18. Jh. Es handelt sich um Grundstücke, für die Pacht in Naturalien oder Geld gezahlt werden mußte.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hammer-Pacht: am Hammerß Pacht (Weidelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/106432_am-hammerss-pacht> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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