Hammer-Pacht: am Hammerß Pacht

Historischer Beleg aus Weidelbach  
Gemeinde
Haiger
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Hammer-Pacht

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1773

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Weidelbach Nr. 3.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hammer

In der Regel zu ahd. hamar, hamer ‚Hammer‘, mhd. hamer st. M. ‚Hammer; Hammerwerk, Hammermühle‘. Einzelne Namen können sich auf Flure beziehen, deren Grundriss an einen Hammer erinnert (vgl. Klopfhammer). Die Mehrheit indessen verweist auf ehemalige, durch Wasserkraft getriebene Hammerwerke, in denen Metall zu Blechen gehämmert wurde (Eisenhämmer, Kupferhämmer) und deren Betrieb von ausreichender Wasserzufuhr (über einen Hammergraben oder Hammerkanal) abhing.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pacht

Pacht ‚Vertrag, Steuer, Zins‘, mhd. phahte, phaht, pacht st. F. ‚Zins, Pacht, Recht, Abgabe von einem Zinsgut‘ ist entlehnt aus spätlat. pacta ‚Vertrag, Steuer‘. Im Mhd. stehen das ältere lautverschobene phacht und mitteldt. pacht nebeneinander. Die verschobene Form erlischt in der Schriftsprache im 18. Jh. Es handelt sich um Grundstücke, für die Pacht in Naturalien oder Geld gezahlt werden mußte.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hammer-Pacht: am Hammerß Pacht (Weidelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/106432_am-hammerss-pacht> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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