Faule-Wasen: gelegen auff dem faulen waßem
Beleg
Standard-Flurname
Faule-Wasen
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1618
Quelle
Fürstliches Archiv Braunfels, Kl. Altenberg, Akten VI 4.
Weitere Belege
- 1614: gelegen vfm Faulen wasem [Acker]
Fürstliches Archiv Braunfels, Kl. Altenberg, Akten VI 4. - 1790: vor dem Faulen wassen [Driesch]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 5., fol. 1'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wasen
Zu ahd. waso, mhd. wasen, wasem st. M. ‚grasbewachsene Erdfläche, Rasen‘. Das Wort ist bedeutungs- und vermutlich auch herkunftsgleich mit nhd. Rasen und bezeichnet wie dieses Rasenflächen, dann aber auch aus dem Rasen gestochene Grasplacken. Die FlN beziehen sich durchgängig auf Wiesen, hauptsächlich wohl auf solche, die der Gemeinschaftsnutzung unterlagen (etwa in Schindwasen, Sauwasen, Gemeindewasen). Bei den Simplizia tritt die Bedeutung ‚Schindanger‘ seit dem 15. Jahrhundert mehr und mehr als namengebendes Motiv auf.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wasen
Zu ahd. waso, mhd. wasen, wasem st. M. ‚grasbewachsene Erdfläche, Rasen‘. Das Wort ist bedeutungs- und vermutlich auch herkunftsgleich mit nhd. Rasen und bezeichnet wie dieses Rasenflächen, dann aber auch aus dem Rasen gestochene Grasplacken. Die FlN beziehen sich durchgängig auf Wiesen, hauptsächlich wohl auf solche, die der Gemeinschaftsnutzung unterlagen (etwa in Schindwasen, Sauwasen, Gemeindewasen). Bei den Simplizia tritt die Bedeutung ‚Schindanger‘ seit dem 15. Jh. mehr und mehr als namengebendes Motiv auf.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Wasen
Karte 30
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Faule-Wasen: gelegen auff dem faulen waßem (Steindorf)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/100907_gelegen-auff-dem-faulen-wassem> (aufgerufen am 20.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/100907