Burg Korbach

Bau / Ersterwähnung 1370  
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Gemarkung
Korbach
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Basisdaten

Anfang des 18. Jahrhunderts plante Fürst Anton Ulrich von Waldeck einen Schlossneubau in Korbach und ließ dafür die gräfliche Burg abreißen. Die Korbacher Bürgen verkauften jedoch das für die Erweiterung nötige Bauland nicht. Als einziger Rest blieb der sogenannte Wollweberturm erhalten, der sowohl Teil der Burganlage als auch der Stadtbefestigung war.

Weitere Namen

Hagenburg
Oberer Herrenhof
Turm, Herrschaftlicher
Wollweberturm

Ortstyp

Burg

Bezeichnung der Siedlung

Lagebezug

etwa 15,5 km südwestlich von Arolsen

Lage

Die landgräfliche Burg lag im Nordwesten der Korbacher Neustadt unweit der Nikolaikirche (Hagenstraße).

Geschichte

Burggeschichte

In Korbach existierte vermutlich schon in karolingischer Zeit ein befestigter Hof (curtis). Kaiser Otto II. übergab den Korbacher Königshof 980 dem Stift Corvey. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte die Stadt den Grafen von Waldeck, seit 1441 stand sie unter der Oberlehenshoheit der hessischen Landgrafen. Die Waldecker besaßen in der Altstadt nahe der Kilianskirche ein Haus mit Hof, das Graf Otto und Gräfin Sophia 1298 dem Kloster Bredelar verkauften (domum nostram cum area tota sitam iuxta ecclesiam in veteri oppido nostro Corbike, Urkunden Kloster Bredelar, S. 121-122, Nr. 164, seitdem Mönchehof genannt). Zum Besitz der Grafen gehörten mehrere Häuser in Korbach sowie die Burg in der Korbacher Neustadt. Der Anfang des 18. Jahrhunderts von Fürst Anton Ulrich von Waldeck nach Plänen Julius Ludwig Rothweils geplante Neubau des Schlosses kam nicht zustande, da Korbacher Bürger sich weigerten, dem Fürsten das für die Erweiterung nötige Bauland zu verkaufen.

Ersterwähnung

1370

Laufzeit

Mitte 13. Jahrhundert–Anfang 18. Jahrhundert

Besitzgeschichte

Die Burg war im Besitz der Grafen von Waldeck.

Abgang

Fürst Anton Ulrich von Waldeck ließ die Burg 1715/16 abreißen, um ein neues Schloss bauen zu lassen.

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Die Korbacher Burg wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Nach dem Stadtbrand von 1536 ließ Graf Wolrad II. von Waldeck die Burg bis 1544 wieder aufbauen, weitere Um- und Erweiterungsbauten wurden 1591, 1625 und 1669 vorgenommen. Der 1505 erbaute Turm neben der Burg wurde 1901 von Landbaumeister Wilhelm Müller (1851-1928) renoviert und zu Wohnzwecken umgebaut. Nach Abriss des alten Schlosses begannen 1716 die Arbeiten am Fundament des Neubaus, die jedoch bald eingestellt wurden.

Baubeschreibung

Das unter Graf Wolrad II. im 16. Jahrhundert errichtete Schloss war ein dreistöckiger Renaissancebau mit 23 Räumen.

Erhaltungszustand

Letzter Rest der Burg ist ein Rundturm, der sowohl Teil der Stadtbefestigung als auch der Burganlage war.

Burgtyp

Bautyp

Niederungsburg

Rechtstyp

Herrenhaus; Lehnsburg

Funktionstyp

Wohnsitz; Stadtburg

Nachweise

Quellen

Literatur

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Burg Korbach“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/7574_burg-korbach> (aufgerufen am 15.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/7574

Indizes

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