Burg Eberstein

Bau / Ersterwähnung 1170  
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Gemarkung
Liebhards
Landkreis
Fulda
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
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Basisdaten

Auf einer Bergkuppe in der nördlichen Rhön, zwischen der Milseburg und Hilders, lag einst die Burg Eberstein, von der nur wenige Reste zeugen. Vermutlich war sie einst Königsbesitz, das die Äbte von Fulda an sich bringen wollten. In erbitterten Kriegen mit dem regionalen Adel und besonders den Rittern von Ebersburg wurde die Burg zerstört. Im 19. Jahrhundert diente sie der Bevölkerung als Steinbruch. Der Rhönclub hat von 1960 bis 1977 Teile der Ruine frei gelegt und einige Mauern restauriert.

Vorbemerkung Namensformen

Tannenfels aus Tannfölsch: 1454 wird die Wüstung geteilt zwischen dem Stift Fulda und den Herren von der Tann, die für den Berg namensgebend werden

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg

Lagebezug

20 km südöstlich von Hünfeld

Lage

Zwischen der Milseburg und Hilders nordöstlich oberhalb von Brand und südöstlich in der Gemarkung von Liebhards; auf der 664m hohen Kuppe Tannenfels in der nördlichen Rhön.

Geschichte

Burggeschichte

Die Burg Eberstein war Stammsitz der Familie von Eberstein/ Ebersburg, die bereits seit 1162 urkundlich genannt wurde. Wann sie genau errichtet wurde, bleibt unklar, jedoch wird sie 1222 erwähnt. Vermutlich gehörte sie ursprünglich zum Königsgut, das die reichsunmittelbaren Ritter von Ebersburg hielten. Seit dem 13. Jahrhundert wurde um die Burg in den regionalen Konflikten um die Besitzansprüche zwischen der AReichsabtei Fulda und dem Bistum Würzburg gerungen. 1271 wurde Hermann von Ebersberg in einer Fehde durch Abt Bertho von Leibholz, genannt Fingerhut wegen seiner Größe, gefangen und hingerichtet. 1282 einigten sich der Würzburger Bischofs Berthold II. von Sternberg und der Fuldaer Fürstabt Bertho IV. von Bimbach und ließen die Burg zerstören. Ein Wiederaufbau wurde untersagt, stattdessen wurde eine neue Burg im Ort Brand errichtet. Die Ebersteiner wurden fuldische Lehnsträger und errichteten die Burg Schakau als neuen Wohnsitz. Die Mauern ihrer alten Burg dienten im 19. Jahrhundert der Bevölkerung als Steinbruch.

Ersterwähnung

1170

Bau und Baugeschichte

Baubeschreibung

Die Ruine der Burg Eberstein befindet sich auf einem Phonolithkegel oberhalb des Brandbachtals. Die genaue Errichtungszeit der Burg ist unbekannt, man vermutet, dass sie um 1230-1250 errichtet wurde. Auch nach ihrer Zerstörung 1282 scheinen noch erhebliche Teile als Ruine weiterbestanden zu haben.
Die Kernanlage bildet annähernd ein Rechteck von 33 x 19 m, mit einem Turm im Nordwesten und einem Tor in der Südseite. Sie war im Süden, Westen und Osten von einem Graben umgeben. Im Osten vorgelagert befand sich eine Vorburg. Die freigelegten Überreste von Ringmauer und Bergfried haben eine Höhe von ca. 1 m, sind aber teilweise nicht original sondern wieder aufgemauert.

Burgtyp

Bautyp

Gipfelburg

Rechtstyp

Stammsitz

Funktionstyp

Adelssitz

Nachweise

Literatur

EBIDAT

Siehe auch

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Burg Eberstein“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/5550_burg-eberstein> (aufgerufen am 31.10.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/5550

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