Löwenburg

Entstehungjahr unbekannt  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Gemarkung
Wilhelmshöhe
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Basisdaten

Die Löwenburg wurde am Ende des 18. Jahrhunderts als künstliche Burgruine errichtet, die nach dem Willen ihres Erbauers, Landgraf Wilhelm IX. von Hessen die Zeit des Mittelalters wieder beleben sollte. Seine Burg ließ der reiche hessische Fürst mit einem Bergfried, Türmen und Mauern im neogotischen Stil ausbauen. Er nutzte sie als privaten Rückzugsort und er wurde 1821 hier begraben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage stark zerstört. Durch eine große umfassende Sanierung in der Zeit von 2005 bis 2022 wurde die Burg wiederhergestellt.

Weitere Namen

Felsenburg

Historische Namensformen

Ortstyp

Schloss

Lagebezug

6,4 km westlich von Kassel

Lage

0,6 km südwestlich von Bad Wilhelmshöhe im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel am Ostrand des Habichtswaldes.

Geschichte

Burggeschichte

Landgraf Wilhelm IX. von Hessen, seit dem Wiener Kongress Kurfürst von Hessen, beauftragte 1793 seinen Architekten Heinrich Christoph Jussow mit dem Bau einer mittelalterlichen Burganlage im Stile der Neogotik. Diese "Felsenburg" sollte als Ruine mit Bergfried, Mauern und Zugbrücke das Leben der Ritter wieder aufleben lassen. Der Aufbau dauerte bis 1801; die Anlage wurde in Löwenburg umbenannt. Sie diente dem Kurfürsten als Wohnsitz für sich und seine Geliebte, Karoline von Schlotheim, die spätere Reichsgräfin Hessenstein. 1821 wurde er in einer Gruft unter der Burgkapelle bestattet. Das Schloss war mit allem Komfort ausgestattet, als Fenster wurden viele gotische Glasfenster aus der Stadtkirche in Hersfeld eingebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Löwenburg stark zerstört.

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Die Höhenburg, genannt Felsenburg, wurde ab 1793 als Nachahmung einer mittelalterlichen Ritterburg und bewusst als künstliche Ruine errichtet. Neben der Turmruine entstand eine komplette vierflügelige Burganlage um einen Innenhof. Als Baumaterial diente der dunkle Habichtswälder Basalttuffstein, der schon im 19. Jahrhundert Schäden zeigte. Repräsentative Wohn- und Aufenthaltsräume für die fürstliche Familie und Gäste waren barock ausgestaltet; dazu gehörten eine Bibliothek, ein Ritterordenssaal, Marstall, Rüstkammer, Vogtei und Wirtschaftsgebäude. In der Burgkirche ließ sich der Kurfürst seine Grabstätte anlegen.

Baubeschreibung

Die Quelle Ritterschloß zu Weißenstein (um 1794-1795) [StadtA KS Best. E 11 Nr. 434] zeigt das erste Bauprojekt der "Felsenburg", das im Dezember 1793 begonnen wurde, vermutlich schon mit den 1794 angefügten Räumen neben dem Hauptturm. Der Ausbau zur Vierflügelanlage ist anscheinend noch nicht begonnen, die Umbenennung in "Löwenburg" noch nicht vollzogen.

Burgtyp

Bautyp

Schloss

Funktionstyp

Residenz

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Löwenburg“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/2453_loewenburg> (aufgerufen am 01.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/2453

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