Burg Steckelberg (Neue Burg, Huttenburg)

Bau / Ersterwähnung 1388  
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Gemarkung
Ramholz
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
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Basisdaten

Auf der Kuppe eines Bergvorsprungs östlich von Vollmerz liegt die Ruine der ehemaligen Steckelburg,deren rechteckig angelegte Außenmauer einen halbrunden Geschützturm am Eingang und einen dreistöckigen Wohnturm umschließt. Die Burg war der spätmittelalterlicher Nachfolger einer älteren Anlage, der Altenburg, die im 13. Jahrhundert völlig zerstört worden war. Die Herren von Hutten errichteten in der Nähe des Vorgängerbaus ein Schloss und bewohnten es mit ihrer großen Familie. Das berühmteste Mitglied ist Ulrich von Hutten, der hier 1488 geboren wurde. In seinen Werken beschrieb er auch das Leben auf der Burg. Schon zu Lebzeiten wurde er als großer Dichter verehrt. 1988 wurde eine Gedenktafel für ihn auf der Burg enthüllt. Zwecks Unterscheidung der Burg von der Vorgängeranlage wird der neuere Bau auch als Huttenburg bezeichnet.

Vorbemerkung Namensformen

Vgl. zur Vorgängeranlage Burg Steckelberg (Altenburg)

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg; Schloss

Lagebezug

6,4 km östlich von Schlüchtern

Lage

Die Ruine liegt unterhalb einer älteren Burg auf einem Vorsprung des Steckelberges.

Geschichte

Burggeschichte

Nachdem die alte Burg Steckelberg, Altenburg, Ende des 13. Jahrhunderts zerstört worden war, ließen die Herren von Hutten hundert Jahre später eine neue Anlage auf einem Vorsprung des Steckelberges unterhalb des ehemaligen Standortes anlegen. 1388 musste Ulrich von Hutten sein Schloss nach einem Streit wegen des Neubaus den Grafen von Hanau öffnen. Die Burg besaß die Familie von Hutten als Lehen der Bischöfe von Würzburg. Seit 1452 gehörte ihnen die Burg bis ins 18. Jahrhundert als Ganerbengemeinschaft, die zeitweise 32 Mitglieder umfasste. 1458 kam es darüber zum Streit mit dem Bischof von Würzburg, der die Burg eroberte, aber im Folgejahr in einem Vergleich mit der Familie von Hutten ihre Rückgabe zugestand. Berühmtester Bewohner war der Humanist und Freund Luthers, Ulrich von Hutten, der hier 1488 geboren wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde sie nicht mehr bewohnt und verfiel. 1704 starb der Familienzweig der von Hutten-Steckelberg aus. 1783 kauften die Grafen von Degenfeld die Burg, dies 1852 an Ysenburg- Büdingen kam, von denen 1883 Freiherr von Stumm die Ruine erwarb und für eine Erhaltung der einstmals großen Burganlage sorgte.

Ersterwähnung

1388

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Die Burg wurde seit 1388 errichtet und ist damit eine sehr späte Anlage. 1509 wurde die Anlage durch den Bau des Geschützturms erweitert. Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie verlassen und verfiel.

Baubeschreibung

Das Mauerwerk der großen rechteckigen Burganlage von 765 Quadratmetern Grundfläche ist noch in erheblichen Teilen erhalten. An der Ruine eines Wohnturmes sind noch drei Stockwerke zu erkennen, ebenso findet sich ein Keller eines Wohngebäudes. Gräben und Wälle umgeben die Gesamtanlage.

Denkmaltopographie

Burgtyp

Bautyp

Höhenburg

Rechtstyp

Ganerbenburg

Funktionstyp

Adelssitz

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Burg Steckelberg (Neue Burg, Huttenburg)“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/15600_burg-steckelberg-neue-burg-huttenburg> (aufgerufen am 05.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/15600

Indizes