Burg Steckelberg (Altenburg)

Die Lage von Steckelberg, Burg im Orthofoto
Basisdaten
Die Burg Steckelberg stand auf einer Bergkuppe und wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Sie war Stammsitz eines gleichnamigen Rittergeschlechtes. Ihre Burg wurde 1276 auf Befehl König Rudolfs I. zerstört, da von ihr angeblich eine Bedrohung für den Landfrieden ausging. Nutznießer des Konfliktes wurden die Grafen von Hanau die mit dem Besitz der Burg ihren Einfluss im Kinzigtal vergrößerten. Die Herren von Steckelberg starben im 14. Jahrhundert aus, die Burg gelangte in den Besitz der Familie von Hutten.
Weitere Namen
Altenburg
Vorbemerkung Namensformen
Vgl. zur Nachfolgeanlage Steckelberg, Burg (Neue Burg, Huttenburg)
Historische Namensformen
- Steccelenberch, de (1131) [UB Mainz 1, S. 487-488, Nr. 571]
- Stekkelberg, Heinrich de (1159) [Gudenus, Sylloge, S. 573-575, Nr. 6 Digitalisat; HStAD Best. X 4 Nr. 16]
- Stekelenberc (1167) [HStAM Best. Urk. 69 Nr. 1271 = Urkundenbuch der Herren von Hanau 1, S. 79-81, Nr. 101]
- castrum nostrum Stekkelenberg (1274) [Urkundenbuch Hanau 1, Nr. 486, S. 353-354; Digitalisat]
- Burg Steckelberg (1275) [Zitat nach Archivregest HStAM Best. Urk. 64 Nr. 8]
- castrum Steckelenberch (1276) [HStAM Best. Urk. 64 Nr. 10; Druck Urkundenbuch Hanau 1, Nr. 534, S. 386 Digitalisat]
Ortstyp
Burg
Lagebezug
6,4 km östlich von Schlüchtern
Lage
Auf der bewaldete Kuppe eines Bergvorsprungs Reste der Burg
Geschichte
Burggeschichte
Erstmals wird ein sich vermutlich nach der Burg Steckelberg benennendes Ortsadelsgeschlecht 1131 genannt. Im 13. Jahrhundert gehörte die Anlage dem Bistum Würzburg, das vermutlich die Burg den Rittern von Steckelberg als Lehen übertrug. Die Burg könnte auch im Reichsbesitz gewesen sein, wie der Johanniterritter, Ruprecht von Steckelberg, 1275 bezeugte. 1274 wurde die Burg von Bischof Berthold von Würzburg an Reinhard von Hanau verpfändet. Dieser verpflichtete sich dafür, dem Bischof gegen die Bürger von Würzburg zu helfen. Damit standen die Herren von Steckelberg zwischen den Fronten zweier mächtiger Regionalherren. Vermutlich war dies der Anlass dafür, dass 1276 Ritter die Burg besetzten und von hieraus eine Fehde gegen Graf Reinhard II. von Hanau führten und das Umland ausraubten. Schließlich eroberte der Hanauer mit dem Burggrafen von Friedberg die Burg und zerstörte sie 1276 im Auftrag von Kaiser Rudolf I. Die Burg sollte nicht mehr ohne kaiserliche Zustimmung aufgebaut werden. Die neue Burg Steckelberg wurde daher nicht an gleicher Stelle sondern in der Nähe 1388 durch Ulrich von Hutten errichtet und von Würzburg als Lehen vergeben. Der Einspruch der Hanauer Grafen wurde durch die Gewährung von Öffnungsrechten beigelegt.
Sonstiges
Oberhalb der Altenburg wurde 1969 eine weitere Wallanlage entdeckt, die vermutlich im 8. Jahrhundert zur Sicherung der vorbei führenden Handelsstraße errichtet wurde.
Bau und Baugeschichte
Denkmaltopographie
- DenkXweb Burg Steckelberg
Burgtyp
Bautyp
Höhenburg
Rechtstyp
Ganerbenburg
Funktionstyp
Adelssitz
Nachweise
Literatur
- Ottersbach, Die Burgen der Herren und Grafen von Hanau, S. 574-575
- Hanna, Burgen und Schlösser im Kinzigtal, S. 71-72
- Hanna, Ministerialität, Macht und Mediatisierung. Die Ritteradligen von Hutten, S. 418-420
- Dehio Hessen II S. 788
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 372-374
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 453
- Herrmann, Ruine Steckelberg
- Landau, Ritterburgen 3
GND-Nummer
EBIDAT
Siehe auch
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Orte
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- Jüdische Friedhöfe
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- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Burg Steckelberg (Altenburg)“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/12620_burg-steckelberg-altenburg> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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