Burg Rockenberg

Entstehungjahr unbekannt  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Gemarkung
Rockenberg
Landkreis
Wetteraukreis
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Basisdaten

Der rechteckige Wohnbau der Burg Rockenberg geht im Kern auf das frühe 14. Jahrhundert zurück und wurde vermutlich unter unter Ritter Johannes von Bellersheim genannt von Rockenberg errichtet. Die teilweise erhaltene Burgmauer mit ursprünglich vier Ecktürmen stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert. Heute ist die Burganlage im Besitz der Gemeinde Rockenberg und dient unter anderem als Ausstellungsraum, als Sitzungssaal des Gemeindeparlaments und als Gemeindearchiv.

Weitere Namen

Rockenburg

Ortstyp

Burg

Lagebezug

gut 4 km östlich von Butzbach

Lage

Die Burg Rockenberg liegt im historischen Ortszentrum, Rockenberg, Obergasse 3.

Geschichte

Burggeschichte

Vor den Herren von Bellersheim besaßen möglicherweise die Herren von Crüftel ein befestigtes Haus in Rockenberg. Diese Burg wurde 1273 auf Anweisung König Rudolfs I. wegen Räubereien der Herren von Crüftel abgebrochen.

Laufzeit

14. Jahrhundert–

Besitzgeschichte

Die Burg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts von einer Nebenlinie der Herren von Bellersheim errichtet, möglicherweise unter Ritter Johann von Bellersheim genannt von Rockenberg, der mit seiner Frau auch das Kloster Marienschloss in Rockenberg stiftete. Die Burg blieb wahrscheinlich bis 1581 im Besitz der Bellersheimer, dann übertrug Kaiser Maximilian II. sie als erledigtes Reichslehen an den Mainzer Erzbischof. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Auflösung der geistlichen Territorien kam die Burg Rockenberg 1803 in den Besitz von Carl Ludwig Freiherr von Barkhaus gen. Wiesenhütten). Im Jahre 1860 erwarb das Grossherzogtum Hessen-Darmstadt die Burg, 1909 kaufte die Gemeinde Rockenberg das Burgareal.

Abgang

Die Befestigungen verfielen seit dem 17. Jahrhundert. Der südliche Eckturm wurde 1880 abgebrochen, Teile der Befestigungsmauern noch in den Jahren 1925 bis 1928.

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Der Wohnbau stammt im Kern aus dem Jahr 1317 (dendrochronologisch datiert) und wurde um 1500 verändert. Die innere Ringmauer ist wahrscheinlich im 15. Jahrhundert errichtet worden. Nach 1581 wurde der Wohnbau als Wirtschaftsgebäude genutzt und im Erdgeschoss Ställe eingerichtet. Die Kapelle im zweiten Obergeschoss wurde Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt, als eine Treppe eingebaut wurde. Von 1985 bis 1987 wurde der Bau renoviert.

Baubeschreibung

Der rechteckige viergeschossige Wohnbau mit Walmdach misst etwa 10 mal 18 Meter. Der Zugang befindet sich im ersten Obergeschoss, zu dem eine (moderne) Außentreppe führt. In der Südostecke des zweiten Obergeschosses befand sich die Burgkapelle. Der Wohnbau war von einer ebenfalls rechteckigen Ringmauer (25 mal 33 Meter) mit vier runden Ecktürmen umgeben. Nach Südosten schloss sich die Vorburg an, im Nord- und Südwesten Zwingeranlagen.
Im Nordosten steht das Rentamt von 1719, ein zweigeschossiger Barockbau mit Mansarddach, das sogenannte „Rote Haus“.

Erhaltungszustand

Das im Kern mittelalterliche Wohnhaus ist erhalten, drei der Ecktürme sowei die nord- und südwestlichen Abschnitte der inneren Ringmauer. Reste der äußeren Mauer finden sich im Norden.

Denkmaltopographie

DenkXweb Kulturdenkmäler in Hessen

Burgtyp

Bautyp

Niederungsburg

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Burg Rockenberg“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/14702_burg-rockenberg> (aufgerufen am 05.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/14702

Indizes

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