Burg Rockenberg

Burg Rockenberg
Basisdaten
Der rechteckige Wohnbau der Burg Rockenberg geht im Kern auf das frühe 14. Jahrhundert zurück und wurde vermutlich unter unter Ritter Johannes von Bellersheim genannt von Rockenberg errichtet. Die teilweise erhaltene Burgmauer mit ursprünglich vier Ecktürmen stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert. Heute ist die Burganlage im Besitz der Gemeinde Rockenberg und dient unter anderem als Ausstellungsraum, als Sitzungssaal des Gemeindeparlaments und als Gemeindearchiv.
Weitere Namen
Rockenburg
Ortstyp
Burg
Lagebezug
gut 4 km östlich von Butzbach
Lage
Die Burg Rockenberg liegt im historischen Ortszentrum, Rockenberg, Obergasse 3.
Geschichte
Burggeschichte
Vor den Herren von Bellersheim besaßen möglicherweise die Herren von Crüftel ein befestigtes Haus in Rockenberg. Diese Burg wurde 1273 auf Anweisung König Rudolfs I. wegen Räubereien der Herren von Crüftel abgebrochen.
Laufzeit
14. Jahrhundert–
Besitzgeschichte
Die Burg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts von einer Nebenlinie der Herren von Bellersheim errichtet, möglicherweise unter Ritter Johann von Bellersheim genannt von Rockenberg, der mit seiner Frau auch das Kloster Marienschloss in Rockenberg stiftete. Die Burg blieb wahrscheinlich bis 1581 im Besitz der Bellersheimer, dann übertrug Kaiser Maximilian II. sie als erledigtes Reichslehen an den Mainzer Erzbischof. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Auflösung der geistlichen Territorien kam die Burg Rockenberg 1803 in den Besitz von Carl Ludwig Freiherr von Barkhaus gen. Wiesenhütten). Im Jahre 1860 erwarb das Grossherzogtum Hessen-Darmstadt die Burg, 1909 kaufte die Gemeinde Rockenberg das Burgareal.
Abgang
Die Befestigungen verfielen seit dem 17. Jahrhundert. Der südliche Eckturm wurde 1880 abgebrochen, Teile der Befestigungsmauern noch in den Jahren 1925 bis 1928.
Bau und Baugeschichte
Baugeschichte
Der Wohnbau stammt im Kern aus dem Jahr 1317 (dendrochronologisch datiert) und wurde um 1500 verändert. Die innere Ringmauer ist wahrscheinlich im 15. Jahrhundert errichtet worden. Nach 1581 wurde der Wohnbau als Wirtschaftsgebäude genutzt und im Erdgeschoss Ställe eingerichtet. Die Kapelle im zweiten Obergeschoss wurde Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt, als eine Treppe eingebaut wurde. Von 1985 bis 1987 wurde der Bau renoviert.
Baubeschreibung
Der rechteckige viergeschossige Wohnbau mit Walmdach misst etwa 10 mal 18 Meter. Der Zugang befindet sich im ersten Obergeschoss, zu dem eine (moderne) Außentreppe führt. In der Südostecke des zweiten Obergeschosses befand sich die Burgkapelle. Der Wohnbau war von einer ebenfalls rechteckigen Ringmauer (25 mal 33 Meter) mit vier runden Ecktürmen umgeben. Nach Südosten schloss sich die Vorburg an, im Nord- und Südwesten Zwingeranlagen.
Im Nordosten steht das Rentamt von 1719, ein zweigeschossiger Barockbau mit Mansarddach, das sogenannte „Rote Haus“.
Erhaltungszustand
Das im Kern mittelalterliche Wohnhaus ist erhalten, drei der Ecktürme sowei die nord- und südwestlichen Abschnitte der inneren Ringmauer. Reste der äußeren Mauer finden sich im Norden.
Denkmaltopographie
Burgtyp
Bautyp
Niederungsburg
Nachweise
Quellen
Literatur
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Burg Rockenberg“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/14702_burg-rockenberg> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/14702
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