Davidsohn, Levi (1890) – Helmarshausen

Grab Nr. 43  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Lageplan
PDF-Datei

Äußere Merkmale

Material und Größe

Sandstein, roter; Beton · 74 x 134 x 32 (cm)

Platzierung

stehend

Beschreibung

Ein mittig zerbrochener und wieder zusammengefügter Grabstein auf zwei Sockeln, die sich nach unten stufig verbreitern. Die Rückseite mit der hebräischen Inschrift ist schmucklos, die Vorderseite zeigt den eingetieften und mit Profilen umgebenen Rahmen für eine Inschriftenplatte, die zerstört ist. Dieser Rahmen geht nach oben hin in ein Halbrund über mit eckigen Ausbuchtungen an den Seiten und oben in der Mitte einem kastenähnlichen Aufsatz mit einer erhaben herausgearbeiteten Rosette.

Sonstiges

Der Stein wurde vermessen von Schülerinnen und Schülern der Marie-Durand-Schule Bad Karlshafen mit ihrer Lehrerin Janet Peter.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

unbekannt

Sprache der Rückseite

hebräisch

Text

(:Hebräische Inschrift)
פ"נ
איש חשוב ויקר ירא אלוהים
שנים באמונתו הרב
יהודה בן דוד מהלמרזהוזן
... ... ...
מת בשם טוב ג ה טבת
תרנא לפק
.ת.נ.צ.ב.ה

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)
Hier ruht
[ein] wichtiger und geschätzter Mann gottesfürchtig
alle Jahre in seinem Glauben der Rabbiner
Jehuda Sohn des David aus Helmarshausen
... ... ...
gestorben mit gutem Namen Dienstag 5. Tevet
[5]651 nach kurzer Rechnung
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens

Ausführung

eingetieft

Bemerkungen

Die Inschrift der Vorderseite ist zerstört

Verstorbene

  1. Davidsohn, Levi
    Geburtstag
    um 1828
    Sterbetag
    12. Dezember 1890
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    verheiratet
    Herkunftsort
    Rodenberg/Greifenstein
    Wohnort
    Helmarshausen
    Sterbeort
    Helmarshausen
    Beruf
    Lehrer
    Funktion
    Schächter
    Weitere Angaben

    Levi Davidsohn ist laut Sterberegister am 12.12.1890 im Alter von 62 Jahren verstorben. Die hebräische Inschrift gibt abweichend den 16.12.1890 als Todestag an.

Nachweise

Anmerkungen

Hebräischer Name: Jehuda, Sohn von David.
Der von 1850 bis 1889 an der israelitischen Elementarschule in Helmarshausen unterrichtende Lehrer und Schächter Levi Davidsohn, Sohn des Handelsmanns David Davidsohn und Röschen geb. Oppenheimer aus Rodenberg war mit Sarah Hagedorn verheiratet.
Angaben ergänzt nach
Standesamt Helmarshausen, Sterberegister 1890.
HHStAW, Abt. 365, Nr. 429 (Geburtsregister der Juden von Helmarshausen (Bad Karlshafen), 1827-1893).
HStAM, Bestand 18, Nr. 2631, Jg. 1858 (Tabellen über die allgemeinen Verhältnisse der Juden im Kreis Hofgeismar 1823-1859).

Bearbeitung

Dvora Nekrich (Übersetzung) 2022; Magda Thierling 2022; Julia Drinnenberg 2023

Bildnachweise

Julia Drinnenberg

Drucknachweis

Thierling, Magda: Vergessene Geschichte. Jüdisches Leben in Helmarshausen und Karlshafen, Bad Karlshafen 2011, S. 45.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Davidsohn, Levi (1890) – Helmarshausen“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/20207_davidsohn-levi-1890-helmarshausen> (aufgerufen am 05.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/20207

Helmarshausen-043_R