Hohenberg, Simon (1916); Hohenberg, Julius (1916) – Helmarshausen

Helmarshausen-029_V
Äußere Merkmale
Material und Größe
Granit, schwarzer · 55 x 95 x 21 (cm)
Platzierung
stehend
Beschreibung
Stein identisch mit Grabstein Nr. 27, schwarzer Granit, unregelmäßige Konturen und glatt polierte Oberfläche der Seite der Inschrift. Die eingetiefte Schrift war ursprünglich weiß.
Sonstiges
Der Stein wurde vermessen durch Schülerinnen und Schüler der Marie-Durand-Schule Karlshafen mit ihrer Lehrerin Janet Peter
Inschrift
Sprache der Vorderseite
deutsch, hebräisch
Text
פ"נ
איש נאמן וצדיק ישר
בכל דרכיו ה"ה שמעון
בר אברהם האהענבערג
נפטר ביום ש"ק כט
אדר ראשון תרעו לפ"ק
.ת.נ.צ.ב.ה
Vorderseite
Hier ruht
[ein] treuer Mann und ehrlicher Gerechter
in allen seinen Wegen der verehrte Herr Schimon
Sohn des Avraham Hohenberg
verstorben am Tag des heiligen Schabbats 29.
I. Adar [5]676 nach kurzer Rechnung
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens
(Deutsche Inschrift darunter)
Hier ruht
unser lieber Vater
Simon Hohenberg
geb. 7. Mai 1845, gest. 4. März 1916.
Zum Gedächtnis unseres lieben Bruders
Julius Hohenberg
geb. 14. Juli 1887, vermißt seit
5. Mai 1916 in Frankreich Höhe 304.
Ausführung
eingetieft
Verstorbene
- Hohenberg, Simon
- Geburtstag
- 7. Mai 1845
- Sterbetag
- 4. März 1916
- Geschlecht
- männlich
- Familienstand
- verwitwet
- Herkunftsort
- Karlshafen
- Wohnort
- Karlshafen
- Sterbeort
- Karlshafen
- Beruf
- Metzger
- Hohenberg, Julius
- Geburtstag
- 14. Juli 1887
- Sterbetag
- 15. Mai 1916
- Geschlecht
- männlich
- Familienstand
- ledig
- Herkunftsort
- Karlshafen
- Wohnort
- Karlshafen
- Sterbeort
- Frankreich/Höhe 304
Nachweise
Anmerkungen
Hebräischer Name: Schimon, Sohn von Avraham.
Der mit 70 Jahren verstorbene Metzger Simon Hohenberg aus Karlshafen, Sohn des Metzgers Abraham Hohenberg (geb. 1809 in Helmarshausen, gest. 15. 11. 1879 in Karlshafen) und dessen Ehefrau Biene Selig Norten (Grabstein Nr. 46) war der Witwer der 1912 verstorbenen Adele geborene Jacobs (Grabstein Nr. 27). Sein mit 29 Jahren seit dem 15. Mai 1916 vermisster Sohn Julius Hohenberg war ein Bruder der Geschwister Adolf (Grabstein Nr. 15) sowie Dorette und Abraham Hohenberg (Grabstein Nr. 18).
Angaben ergänzt nach
HHStAW, Abt. 365, Nr. 429 (Geburtsregister der Juden von Helmarshausen (Bad Karlshafen), 1827 – 1893).
HHStAM, Bestand 909, Nr. 5981 (Standesamt Bad Karlshafen, Sterbenebenregister 1916); Nr. 5944 (Standesamt Bad Karlshafen, Sterbenebenregister 1879).
HStAM, Bestand 18, Nr. 2631, Jg. 1823, 1858 (Tabellen über die allgemeinen Verhältnisse der Juden im Kreis Hofgeismar 1823- 1859).
Bearbeitung
Dvora Nekrich (Übersetzung) 2022; Magda Thierling 2022; Julia Drinnenberg
Bildnachweise
Julia Drinnenberg
Drucknachweis
Thierling, Magda: Vergessene Geschichte. Jüdisches Leben in Helmarshausen und Karlshafen, Bad Karlshafen 2011, S. 35f, S. 109, S. 124.
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Bezugsort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Jüdische Friedhöfe
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
- Urkataster+
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hohenberg, Simon (1916); Hohenberg, Julius (1916) – Helmarshausen“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/20187_hohenberg-simon-1916-hohenberg-julius-1916-helmarshausen> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/20187