Hohenberg, Jakob (1926); Hohenberg, Emilie, geborene Selig-Norden (1938) – Helmarshausen

Grab Nr. 19  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Lageplan
PDF-Datei

Äußere Merkmale

Material und Größe

Granit, schwarzer

Platzierung

stehend

Beschreibung

Niedriger querformatiger Grabstein für ein Doppelgrab, in der Mitte nach oben hin ähnlich einem geschwungenen Torbogen erhöht. Der Davidstern mit der Eingangsformel sowie das Wort Ruhestätte! stehen zentral über den beiden Inschriften, die durch eine feine Linie voneinander getrennt sind. Die hebräische Inschrift seht auf der linken Hälfte des Steins.

Sonstiges

Der Stein wurde vermessen von Schülerinnen und Schülern der Marie-Durand-Schule Bad Karlshafen mit ihrer Lehrerin Janet Peter.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

deutsch, hebräisch

Text

(:Hebräische Inschrift)
פ"נ
ר' יעקב בר אברהם
מת כ"ה כסלו תרפז לפק
תנצבה

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)
Hier ruht
Rabbi Jakov Sohn des Avraham
gestorben 25. Kislev [5]687 nach kurzer Rechnung
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens


(Deutsche Inschrift darüber:)
unser lieber Vater
Jakob Hohenberg
aus Carlshafen
geb. 5.6.1853
gest. 1.12.1926
unsere liebe Mutter
Emilie Hohenberg
geb. Köhler
geb. 7.10.1857
gest. 30.7.1938

Ausführung

eingetieft

Verstorbene

  1. Hohenberg, Jakob
    Geburtstag
    5. Juni 1853
    Sterbetag
    1. Dezember 1926
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    verheiratet
    Herkunftsort
    Karlshafen
    Wohnort
    Karlshafen
    Sterbeort
    Karlshafen
    Beruf
    Kaufmann
  2. Hohenberg, Emilie, geborene Selig-Norden
    Geburtstag
    7. Oktober 1857
    Sterbetag
    30. Juli 1938
    Geschlecht
    unbekannt
    Familienstand
    verwitwet
    Wohnort
    Karlshafen
    Sterbeort
    Nieheim, Kreis Höxter

Nachweise

Anmerkungen

Hebräischer Name: Rabbi Jacov, Sohn von Avraham

Der im Alter von 73 Jahren verstorbene Kaufmann Jacob Hohenberg, Sohn des Metzgers und Händlers Abraham Hohenberg (geb. 1809 in Helmarshausen, gest. 15. 11. 1879 in Karlshafen) und Biene Selig Norden aus Moringen (Grabstein Nr. 46) war ein Bruder des Metzgers Simon Hohenberg (Grabstein Nr. 29) sowie ein Enkel des 1810 von Helmarshausen nach Karlshafen verzogenen Metzgers Simon Jacob Hohenberg (Granstein Nr. 11).
Seine im Alter von 80 Jahren in Nieheim (Kreis Höxter) verstorbene Ehefrau Emilie Hohenberg geborene Köhler war 1936 zu ihrer Tochter Therese Marienthal von Karlshafen nach Nieheim gezogen.
Angaben ergänzt nach
HHStAW, Abt. 365, Nr. 429 (Geburtsregister der Juden von Helmarshausen (Bad Karlshafen) 1827 – 1893)
HStAM, Bestand 909, Nr. 5944 (Standesamt Bad Karlshafen, Sterbenebenregister 1879), Nr. 5991 (Standesamt Bad Karlshafen, Sterbenebenregister 1926)

Bearbeitung

Dvora Nekrich (Übersetzung) 2022; Magda Thierling 2023

Bildnachweise

Julia Drinnenberg

Drucknachweis

Thierling, Magda: Vergessene Geschichte. Jüdisches Leben in Helmarshausen und Karlshafen, Bad Karlshafen 2011, S. 19, S. 77f, S. 107, S. 124.
Schäfer, Bernhhard: Unsere jüdischen Mitbürger in Karlshafen. Austreibung und Leidensweg unter dem Naziregime, Beiträge zur Geschichte der Stadt Karlshafen und des Weser – Diemel – Gebiets, Heft 3. Bad Karlshafen 1993, S. 30.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hohenberg, Jakob (1926); Hohenberg, Emilie, geborene Selig-Norden (1938) – Helmarshausen“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/20177_hohenberg-jakob-1926-hohenberg-emilie-geborene-selig-norden-1938-helmarshausen> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/20177