Mosche Naftali (1778) – Helmarshausen

Grab Nr. 3  
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Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Lageplan
PDF-Datei

Äußere Merkmale

Material und Größe

Sandstein, roter · 52 x 122 x 15 (cm)

Platzierung

stehend

Beschreibung

Schlichter Stein mit halbrunden oberen Abschluss, das Schriftfeld ist von einem erhaben herausgearbeiteten schmalen Rahmen umgeben, 12 laienhaft anmutende Hohl-Buchstaben in 12 nach unten hin schmaler werdenden Reihen, fehlende Schlussformel. Als Motive sind 2 stilisierte Blüten links und rechts der Eingangsformel eingetieft.

Sonstiges

Dieser Grabstein wurde 1936 nach dem Verkauf des alten jüdischen Friedhof an der Poststraße auf den neuen Friedhof gebracht.
Der Stein wurde gemessen von Schülerinnen und Schülern der Marie-Durand-Schule Bad Karlshafen mit ihrer Lehrerin Frau Janet Peter.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Text

(:Hebräische Inschrift)
פנ
איש הישר
בנדיבים אשר
הלך בדרך טוב
צדיק וישר בכל
מעשיו עשה
בכשר רץ כצבי
לעשות רצון קרוביו
במרוצה ונשפדו
לגע'ן ה'ה משה
נפתלי בר כ"ש
ג יז כסליו תקלט

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)
Hier ruht
[ein] ehrlicher Mann
unter den Wohltätigen, der
auf dem rechten Weg wandelte
gerecht und ehrlich in allen
seinen Taten
In Tüchtigkeit eilte [er] wie ein Hirsch [Gazelle]
den Wunsch seiner Nächsten
zu erfüllen und wir werden ihn mit Lob
ins Paradies begleiten den verehrten Herrn Mosche
Naftali Sohn des verehrten Sch[imon]
Dienstag 17. Kislev [5]539

Ausführung

eingetieft

Verstorbene

  1. Mosche Naftali
    Sterbetag
    zum 1778
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    unbekannt
    Wohnort
    Helmarshausen

Nachweise

Anmerkungen

Hebräischer Name:
Mosche Naftali, Sohn des Schi[mon]
Die Inschrift enthält keinen eindeutigen Hinweis auf die Person des Verstorbenen. Für den hebräischen Namen Naftali ist der deutsche Umschreibungsname Hirsch gebräuchlich, zu dessen Abschleifungsformen die Namen Hersch, Herz gehören. Der Name Naftali könnte damit auf eine Verbindung zur Familie des Herz Samuel hinweisen.

Angaben ergänzt nach
Thierling, Magda: Vergessene Geschichte. Jüdisches Leben in Helmarshausen und Karlshafen, Bad Karlshafen 2011, S. 100, 126.

Bearbeitung

Dvora Nekrich (Übersetzung) 2022; Magda Thierling 2022; Julia Drinnenberg 2022

Bildnachweise

Julia Drinnenberg

Drucknachweis

Thierling, Magda: Vergessene Geschichte. Jüdisches Leben in Helmarshausen und Karlshafen, Bad Karlshafen 2011, S. 100, 126.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Mosche Naftali (1778) – Helmarshausen“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/20072_mosche-naftali-1778-helmarshausen> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/20072