Siegheim, Bertha, geborene Berliner (1924) – Marburg, Alter Jüdischer Friedhof

Marburg-06-02_V
Äußere Merkmale
Material und Größe
Granit
Platzierung
stehend
Inschrift
Sprache der Vorderseite
deutsch, hebräisch
Text
פ״נ
האשה ברכה ב״ר שלמה
תנצב״ה
Vorderseite
Hier ist begraben
(Deutsche Inschrift darunter:)
Hier ruht
unsere geliebte Mutter
u. Grossmutter
Frau Bertha Siegheim
geb. Berliner,
(Übersetzung der darauffolgenden hebräischen Inschriftzeile:)
die Frau Bracha, Tochter des Herrn Schlomo
(Deutsche Inschrift darunter:)
geb. 28.9.1850, gest. 4.9.1924.
4. Elul 5685.
(Übersetzung der letzten hebräischen Inschriftzeile:)
Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.
Bemerkungen
Das Datum nach dem jüdischen Kalender wurde falsch berechnet. Der 4. Elul 5685 entspricht dem 24. August 1925, der 4. September 1924 war dagegen auf den 5. Elul 5684 gefallen.
Verstorbene
- Siegheim, Bertha, geborene Berliner
- Geburtstag
- 28.9.1850
- Sterbetag
- 4.9.1924
- Geschlecht
- weiblich
- Familienstand
- verwitwet
- Herkunftsort
- Gleiwitz (Oberschlesien)
- Wohnort
- Marburg
- Sterbeort
- Marburg
Nachweise
Anmerkungen
Bertha Siegheim geb. Berliner (Bracha, Tochter des Herrn Schlomo), Mutter und Großmutter, geboren am 28.09.1850, gestorben am 04.09.1924.
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Ergänzungen aus Schriftquellen und Literatur:
Berta Siegheim geb. Berliner, Witwe, wohnhaft in Marburg;
geboren am 28.09.1850 in Gleiwitz, Oberschlesien [heute Gliwice, Polen];
Eltern: Salomon Berliner, Pruduktenhändler, und Nanny geb. Pappenheim, wohnhaft in Gleiwitz, später in Beuthen (Oberschlesien) [heute Bytom, Polen];
verheiratet Eugen Siegheim, Kaufmann, wohnhaft in Beuthen (Oberschlesien) und Georgenberg (Oberschlesien);
gestorben am 04.09.1924 in Marburg im angegebenen Alter von 73 Jahren.
Vermutlich hatte die verwitwete Bertha Siegheim ihren Lebensabend bei ihrer Tochter Ida verbracht, deren Mann Ernst Freudenberg seit 1922 an der Universität Marburg Ordinarius für Kinderheilkunde war und später Dekan der Marburger Medizinischen Fakultät wurde. Die Familie emigrierte 1937 mit ihren vier Töchtern in die Schweiz, nachdem Ernst Freudenberg, der sich geweigert hatte, sich von seiner jüdischen, aber zum evangelischen Glauben konvertierten Frau Ida zu trennen, zwangsweise in den Ruhestand versetzt worden war.
(Rumpf-Lehmann, Barbara: Der Alte Jüdische Friedhof zu Marburg, S. 165; Hessisches Staatsarchiv Marburg, Bestand 915, Nr. 5723, Eintrag Nr. 370; https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3Q9M-CS63-KQ2V-1?i=210&cat=224548, zuletzt abgerufen am 11.06.2022; https://www.merkelstiftung.de/Familie/Familiendaten/getperson.php?personID=I63345&tree=PWMerkel, zuletzt abgerufen am 11.06.2022; https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Freudenberg, zuletzt abgerufen am 11.06.2022)
Bearbeitung
Dr. Barbara Rumpf-Lehmann 2015, Nathanja Hüttenmeister 2021, Andreas Schmidt (Wettenberg) 2022
Bildnachweise
Fotos: Andreas Schmidt (Wettenberg), 2021
Indizes
Personen
- Berliner, Bertha, verheiratete Siegheim
- Bracha, Tochter des Schlomo
- Schlomo, Vater der Bracha
- Berliner, Salomon
- Berliner, Nanny, geborene Pappenheim
- Pappenheim, Nanny, verheiratete Berliner
- Siegheim, Eugen
- Freudenberg, Ida, geborene Siegheim
- Siegheim, Ida, verheiratete Freudenberg
- Freudenberg, Ernst
Orte
Sachbegriffe
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Siegheim, Bertha, geborene Berliner (1924) – Marburg, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/17975_siegheim-bertha-geborene-berliner-1924-marburg-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 30.10.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/17975
