Kahn, Kanine (1817) – Hanau

Grab Nr. 8/42  
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Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

[ohne Angabe]

Platzierung

stehend

Beschreibung

Hauszeichen Haus Zum Goldenen Lamm

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Übertragung

siehe Digitalisat in der Bildergalerie

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht ein redlicher und geradsinniger Mann, der das Böse
mied. Dies ist der Torakundige, Herr Chanina
Kohen. Seine Geschäfte betrieb er in Redlichkeit,
frühmorgens und abends ging er in die Synagoge.
Er setzte Zeiten fest für das Torastudium, war Mitglied
des Wohltätigkeitsvereins und
der Heiligen Bruderschat der Talmudschüler.
Seine Kinder erzog er zu guten Taten.
Seine Seele verließ ihn in Reinheit
am heiligen Schabbat, am 25. Elul, und er wurde begraben
am 1. Tag der Slichotgebete1 im Jahre
[5]577 nach der kleinen Zählung. Es sei seine Seele
eingebunden im Bunde des Lebens. Amen. Sela.

1 Die Slichotgebete (Bußgebete) sind Bestandteil des jüdischen Neujahrsfestes Rosch Haschana, das am 1. und 2. Tischri gefeiert wird. Tag des Begräbnisses ist nach der Grabinschrift der 1. Tischri des neuen Jahres 5578 (Donnerstag, 11. September 1817). Zwischen dem Todestag 25. Elul 5577 (Samstag, 6. September 1817) und dem Tag der Beerdigung liegen 5 Tage.

Ausführung

Lamm

Verstorbene

  1. Kahn, Kanine
    Geburtstag
    um 1745
    Sterbetag
    6.9.1817
    Geschlecht
    männlich
    Wohnort
    Hanau
    Funktion
    Mitglied in den Heiligen Bruderschaft des Talmud und der Heiligen Bruderschaft der Wohltätigkeit
    Weitere Angaben

    Kanine Kahn, Sohn des Kalman Kohen sel. A., 72 Jahre (Memorbuch Hanau: Jewish National and University Library, Signatur Heb. 8° 3222, fol. 157r, Nr. 822); StadtA Hanau, Bestand J 7, 18; Der Jüdische Friedhof Hanau. Hrsg. v. Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V. u. der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen. Hanau/Wiesbaden 2005. S. 205, 389 (Abb.), 525.

Nachweise

Anmerkungen

Vater: Kalman Kohen

Bearbeitung

Naftali Bar-Giora Bamberger (1985-2000), Monika Rademacher und Christa Wiesner (2000-2005) und Bernd Vielsmeier 2014/2015

Bildnachweise

Helmut Friedrich (1985)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kahn, Kanine (1817) – Hanau“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/14354_kahn-kanine-1817-hanau> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/14354

Hanau-8-042_I