Egbert

 
geboren
um 1000
gestorben
17.11.1058 Fulda
Beruf
Mönch, Abt
Konfession
katholisch
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102441413

Andere Namen

Weitere Namen

Ebbo
Ecberdus
Egbertus
Ekbert
Ekbertus
Elberhtus
Eppo
Tegernsee, Abt Egbert von
Ebersberg, Abt Egbert von
Fulda, Abt Egbert von

Wirken

Werdegang

  • um 1000 Geburt und Kindheit wohl in einem hessisch-thüringischen Adelsgeschlecht
  • danach vielleicht schon Erziehung im osthessischen Benediktinerkloster Hersfeld
  • Bis 1046: Zumindest war Egbert dann Mönch der besagten Reichsabtei Hersfeld.
  • 1046: Egbert wurde Abt der oberbayerischen Reichsabtei Tegernsee.
  • 1047: Egbert stieg neben Tegernsee auch zum Abt der unbedeutenderen Benediktinerabtei Ebersberg auf.
  • Ende (30.?) 12.1047: Als Kaiser Heinrich III. in Fulda weilte, ließ er die Mönche unter Missachtung des freien Abtswahlrechts den oberbayerischen Doppelabt Egbert zum Nachfolger ihres verstorbenen Abtes wählen und setzte ihn bald darauf ein.
  • Ab 1048: Der neue Abt vollendete demonstrativ die von seinem Vorgänger Rohing in Auftrag gegebene „perlein tafell“ für die Fuldaer Klosterkirche. Daneben errichtete Egbert auch ein neues mönchisches Schlafgebäude.
  • Februar 1049: Egbert erhielt erst jetzt in Regensburg von Kaiser Heinrich III. eine Bestätigung der Klosterprivilegien.
  • 13.6.1049: Egbert erlangte (in Fulda?) als Waffe gegen Würzburg im Exemtionsstreit eine päpstliche Sammelbestätigung der Klosterprivilegien.
  • Um 1050: Abt Egbert wandelte das innerlich verwahrloste Chorherrenstift auf dem nahe nördlichen Frauenberg (Bischofsberg) in ein Benediktinerkloster um.
  • Spätestens 1054: Aufgrund von Mängeln der alten „Vita Bonifatii“ Willibalds ersuchte Egbert Leo IX. um Abschriften von in Fulda fehlenden Bonifatiusbriefen im Papstarchiv. Auch sollte Leo IX. selbst eine neue Vita verfassen, wofür der Abt ihm Unterlagen und einen Schreiber nach Rom schickte, was aber wegen des baldigen Papsttodes scheiterte.
  • 23.9.1056: Heinrich III. bestätigte in Bodfeld die Privilegien des Klosters Fulda und fügte wohl aus aktuellem Anlass hinzu, dass die Rittervasallen und ihre Gefolgsleute bei Kriegszügen keine Anordnungen mehr von Grafen empfangen, sondern bis zum unmittelbaren Königsbefehl allein der Befehlsgewalt des Abtes unterstehen sollten.
  • 9.2.1056: Papst Viktor II. bestätigte Egbert in Neuburg an der Donau das beachtliche Privileg Leos IX..
  • 17.11.1058: Tod Abt Egberts in seinem Kloster

Funktion

  • Tegernsee, Abt, 1046-1047
  • Ebersberg, Abt, 1047-1047
  • Fulda, Abt, 1047-1058

Lebensorte

Hersfeld; Tegernsee; Ebersberg (Oberbayern); Fulda

Nachweise

Quellen

Literatur

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Egbert, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9843_egbert> (aufgerufen am 09.12.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

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