Schnepf, Eberhard

Schnepf, Eberhard
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Schnepf, Erhard
Snepf, Eberhard
Snepf, Erhard
Schnepff, Erhard
Snepff, Erhard
Schnepffius, Erhartus
Schnepffius, Erhartus
Wirken
Werdegang
- 1509 Aufnahme des Studiums in Erfurt
- 1511 Graduierung zum Baccalaureus in Erfurt
- 28.2.1513 Graduierung zum Magister in Heidelberg
- 1520 lutherisch gesinnter Pfarrer in Weinsberg
- 1522 aus Weinsberg vertrieben
- 1522 Prediger auf Burg Guttenberg bei Neckarmühlbach
- 1523 oder 1524 Prediger in Wimpfen
- 1525 Eheschließung mit Margaretha Wurzelmann, Tochter des dortigen Bürgermeisters
- 1525 lehnte ab Pfarrer der aufständischen Bauern zu werden
- 1526 Reformator in Weilburg
- 30.5.1527 Ernennung zum „prof. sacrum literarum“ in Marburg
- 1528-1531 Ekklesiast und Schlossprediger
- 1529-1530 begleitete den Landgrafen auf die Reichstage zu Speyer und Augsburg
- 1532 Rektor der Universität Marburg
- 29.7.1534 Prediger an der Hospitalkirche in Stuttgart
- 1535 Inspektor der Kirchen in Württemberg
- 1.2.1544 Ernennung zum Professor der Theologie in Tübingen, dort ebenfalls Pfarrer
- 7.5.1544 daneben Superattendent des theologischen Stifts in Tübingen
- 29.2.1544 Promotion zum Doktor der Theologie in Tübingen
- 11.11.1548 Abschiedspredigt in Tübingen, erhielt 24.11.1548 seinen Abschied aus Württembergischen Diensten
- 22.7.1549 Professor der hebräischen Sprache am Jenaer Pädagogium
- 2.2.1558 Dekan und Professor der theologischen Fakultät an der Universität Jena
- Mitglied der Ordinationsbehörde
Funktion
- Weinsberg, Prediger, um 1520
- Burg Guttenberg bei Neckarmühlbach, Prediger, 1522
- Weilburg, Reformator, 1526
- Marburg, Universität, Rektor, 1532 (1. Halbjahr)
- Marburg, Universität, Rektor, 1534 (1. Halbjahr)
Studium
1509 Studium an der Universität Erfurt
1511 Graduierung zum Baccalaureus an der Universität Erfurt
28.2.1513 Graduierung zum Magister an der Universität Heidelberg
Akademische Qualifikation
- 29.2.1544 Promotion zum Doktor der Theologie an der Universität Tübingen
Akademische Vita
- Marburg, Universität / Theologische Fakultät / sacrum literarum / Professor / 1527
- Tübingen, Universität / Theologische Fakultät // Professor / 1544
- Jena, Pädagogium // Hebräische Sprache / Professor / 1549
- Jena, Universität / Theologische Fakultät // Professor / 1558
Akademische Ämter
1532 und 1534 Rektor der Universität Marburg
1558 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Jena
Werke
- Württembergische gemeine Kirchenordnung (1536)
- Ordnung eines gemeinen Kasten (1536)
Lebensorte
Erfurt; Heidelberg; Weinsberg; Neckarmühlbach; Bad Wimpfen; Weilburg; Marburg; Stuttgart; Tübingen; Jena
Familie
Vater
Schnepf, Erhard, Schuhmacher in Großgartach, seit 1483 in Heilbronn
Partner
Wurzelmann, Margarethe, (⚭ Wimpfen 1525) 1504-1569, Tochter des Bernhard Wurzelmann, GND, Reichsschultheiß in Wimpfen, und der Katharina Wurzelmann
Verwandte
- Schnepff, Dietrich <Sohn>, 1526-1586, GND, evangelischer Theologe, Pfarrer, Professor und Generalsuperintendent in Tübingen, verheiratet mit Barbara Brenz
- Schnepff, Johann Erhard <Sohn>, † 1591, GND, Kammersekretär und Rat in Coburg
- Schnepff, Eusebius <Sohn>, * 1534/35, GND, Advokat und Prokurator in Heilbronn
- Schnepff, Daniel <Sohn>, † 1605, GND, Doktor der Medizin, Physikus in Eisenach
- Strigel, Blandina, geb. Schnepf <Tochter>, † 1580/1582, verheiratet mit Victorin Strigel, 1524-1569, GND, evangelischer Theologe, Professor der Theologie in Erfurt, Jena, Leipzig und Heidelberg
- Wurzelmann, Bernhard <Schwager>, 1493-1554, GND, evangelischer Pfarrer in Benningen am Neckar
- Schnepff, Johannes <Neffe>, GND, Rektor der Lateinschule in Siegen, Hofprediger in Dillenburg
Nachweise
Literatur
- Hermann Ehmer, Erhard Schnepf. Ein Lebensbild, in: Blätter für württembergische Kirchengeschichte 87 (1987), S. 72–126.
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 32, Leipzig 1891, S. 168-172 (Adolf Brecher)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 23, Berlin 2007, S. 320 f. (Hermann Ehmer)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 717, Nr. 3930
- Hütteroth, Die althessischen Pfarrer der Reformationszeit, Marburg 1953, S. 314 f., Online-Ausgabe
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, S. 4 f.
- K. A. Menzel, Reformator Erhard Schnepf und seine Nachkommenschaft. In: Südwestdeutsche Blätter für Familien- u. Wappenkunde 13, 1969-72, S. 329-346; 14, 1973-75, S. 61-62; 15, 1976-78, S. 42
Bildquelle
Johann Wilhelm Brühl, Erhard Schnepf (AN54-08), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
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Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schnepf, Eberhard, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/7509_schnepf-eberhard> (aufgerufen am 09.12.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
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