Jatsch, Anton

 
geboren
2.2.1909 Polkendorf (Sudetenland) heute Bolkov (Rudník)/Tschechien
gestorben
4.1.1996
Beruf
Privatsekretär, Betriebstechniker, Konstrukteur, Verwaltungsangestellter, Politiker, Abgeordneter
GND-Explorer
110008561

Wirken

Werdegang

  • Besuch der Volks- und Bürgerschule sowie Ingenieurschule in Reichenberg (heute Liberec/Tschechien)
  • 1929 Reifeprüfung
  • ab 1929 Privatsekretär, Betriebstechniker und Konstrukteur
  • 1934 Anstellung bei der Sudetendeutschen Partei, später Arbeitsfront
  • 1.11.1938 Eintritt in die NSDAP, Hauptgemeinschaftsleiter, Kreisredner
  • 1940-1944 Soldat, schwer kriegsbeschädigt (Amputation eines Beines)
  • 1942/43 Obertruppenführer e.h. der SA
  • amerikanische Kriegsgefangenschaft
  • 1947 Übersiedlung nach Bensheim an der Bergstraße
  • Mitbegründer der BHE in Hessen, mehrere Ämter im GB/BHE
  • Mitbegründer des BdV-Kreisverband Bergstraße
  • 1.12.1950-30.11.1958 Mitglied des Hessischen Landtags (1950 über die Landesergänzungsliste der FDP, Platz 11, 1954 über die Landesergänzungsliste des Gesamtdeutschen Blocks, Platz 5), dort 1950-1954 stellvertretender Vorsitzende des Sozialpolitischen Ausschusses, 7.11.1953-30.11.1958 stellvertretender Vorsitzender der GB/BHE-Landtagsfraktion
  • bis 1968 Stadtverordneter in Bensheim
  • Initiator der Bebauung der Gunterstraße, Hagenstraße, Sudetenstraße und Taunusstraße in Bensheim durch den Siedlerbund
  • 23.4.1956 Initiator der Städte-Partnerschaft Bensheim-Hostinne/Arnau an der Elbe
  • 1948-1952 Mitglied des Kreistags und 1952-1956 Mitglied des Kreisausschusses des Kreises Bergstraße
  • 1955-1962 Geschäftsführer und Direktor der Aufbaugesellschaft in Stadtallendorf
  • 1958 erfolglose Kandidatur für den Hessischen Landtag (Landesliste des Gesamtdeutschen Blocks/BHE, Platz 9)
  • 1962 Verwaltungsangestellter im Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr
  • 1.2.1974 Pensionierung
  • 1978 erfolglose Kandidatur für den Hessischen Landtag im Wahlkreis 4: Kassel-Stadt I (Freie Wählergemeinschaft)
  • 1957 Ehrenzeichen der Sudetendeutschen Landsmannschaft
  • 1979 Landesverbandsnadel des VdK Hessen
  • 1983 Goldene Ehrennadel des Bundes der Vertriebenen
  • 1984 Ehrenmitglied des Heimatkreises Hohenelbe
  • 1990 Bundesverdienstkreuz am Bande
  • Verfasser von Gedichten

Funktion

  • Hessen, 02. Landtag, Mitglied (GB/BHE), 1950-1954
  • Hessen, 03. Landtag, Mitglied (GB/BHE), 1954-1958

Lebensorte

Reichenberg (Böhmen); Bensheim

Familie

Vater

Jatsch, Alois, Schulleiter in Polkendorf

Nachweise

Quellen

Literatur

Bildquelle

Foto, 6.10.1954; Urheberrechte: Foto Rudolph, Wiesbaden, vollständige und ausschließliche Nutzungsrechte: HHStAW, Nachweis in Arcinsys

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Jatsch, Anton, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/6820_jatsch-anton> (aufgerufen am 07.03.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/6820