Zweibrücken, Anna Herzogin zu

Zweibrücken, Anna Herzogin zu
Andere Namen
Geburtsname
Hessen, Anna%Landgräfin von
Familie
Vater
Mutter
Partner
Zweibrücken, Wolfgang Pfalzgraf, Herzog zu Zweibrücken, GND, * Zweibrücken 26.9.1526, † Nexon 11.6.1569. - Verlobung um November 1544, Vermählung am 24.2.1545, Beilager in Kassel am 8.3.1545, Heimführung in Zweibrücken am 4.2.1546, Sohn von Ludwig II. Herzog von Pfalz-Zweibrücken, GND, 1502–1532, und der Elisabeth Landgräfin von Hessen, 1503–1569
Verwandte
- Hessen, Elisabeth Landgräfin von <Großtante>, (1503-1569)
- Sachsen, Agnes Kurfürstin von <Schwester>, (1527-1555)
- Hessen-Kassel, Wilhelm IV. Landgraf von <Bruder>, (1532-1592)
- Waldeck, Barbara Gräfin von <Schwester>, (1536-1597)
- Hessen-Marburg, Ludwig IV. Landgraf von <Bruder>, (1537-1604)
- Simmern, Elisabeth, Pfalzgräfin von <Schwester>, (1539-1582)
- Hessen-Rheinfels, Philipp der Jüngere Landgraf von <Bruder>, (1541-1583)
- Schleswig-Holstein-Gottorf, Christine Herzogin von <Schwester>, (1543-1604)
- Hessen-Darmstadt, Georg I. Landgraf von <Bruder>, (1547-1596)
Leben
Aus der Biografie
Der Pfalzgraf hielt zeitlebens am lutherischen Protestantismus fest, in dem er aufgewachsen war. Er gehörte nicht dem Schmalkaldischen Bund an und stand im Ganzen loyal zum Kaiser, wehrte sich aber gegen die mit dem Augsburger Interim angestrebte Rekatholisierung. Die unter Mitwirkung Melanchthons erlassene Kirchenordnung führte er gegen calvinistische Bestrebungen seiner pfälzischen Verwandten auch in dem 1559 mit dem Tod Kurfürst Ottheinrichs hinzugewonnenen Fürstentum Neuburg ein. Als Kriegsunternehmer schloss er 1565 einen Dienstvertrag mit König Philipp von Spanien, kämpfte 1566 mit dem Kaiser in Ungarn gegen die Türken, warb aber andererseits schon 1563 für die militärische Unterstützung der französischen Hugenotten, denen er nach dem erneuten Aufflammen des Religionskriegs ein Heer von rund 25.000 Mann zuführte; er starb nach ersten Erfolgen im Juni 1569 unweit Limoges an einem bösartigen Fieber. Pfalzgräfin Anna erreichte, dass der seinen letztwilligen Verfügungen entsprechend zunächst bei Angoulême bestattete Leichnam ihres Mannes auf dem Seeweg über La Rochelle und Lübeck in die Heimat überführt wurde, wo er im Herbst 1571 an ihrem Witwensitz Meisenheim seine letzte Ruhe fand. In der sogenannten Ludwigsgruft unter dem 1575 fertig gestellten Doppel-Epitaph des Bildhauers Johann von Trarbach wurde auch Anna beigesetzt, die ihren Mann um mehr als zwei Jahrzehnte überlebte.
Margret Lemberg/Eckhart G. Franz
(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 67 f.)
Nachweise
Literatur
- Knetsch, Haus Brabant, S. 84
- Franz, Das Haus Hessen. Ein biographisches Lexikon, Darmstadt 2012, Nr. HB 50, S. 67 f. (Margret Lemberg/Eckhart G. Franz)
Bildquelle
Landgräfin Anna und Pfalzgraf Wolfgang, Ölbild, J. van Hoff / Caspar van der Borcht, Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel Inventar LM 1938/348 (Foto: M 22452/Ute Brunzel), in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 46
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- GESA = Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
- Objektdatenbank KHK = Objektdatenbank Hessen Kassel Heritage: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Zweibrücken, Anna Herzogin zu“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/5708_zweibruecken-anna-herzogin-zu> (aufgerufen am 16.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/5708