Schenk zu Schweinsberg, Martin

 
belegt seit
1448
belegt bis
25.1.1477
Beruf
Statthalter, Vizekomtur, Komtur, Rat

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Schenk zu Schweinsberg, Martin1, Statthalter, bzw. Vizekomthur oder Komthur der Deutschordensballei Hessen 1448–14562 oder 14683, ist offenbar schon 1461 November 21 Rat Landgraf Heinrichs III.4. 1466 Dezember 1 unterschreibt er für den Landgrafen den Nürnbergischen Reichsabschied5, wird als Rat im Herbst 1471 mit dem Heimlichen Ritter Eberhard von Heusenstamm zum Kaiser gesandt6 und 1473 Mai 29 als Heimlicher von Landgraf Heinrich III. aufgefordert, am morgigen Sonntag nach Marburg zu kommen, um mit seines † Bruders Ludwigs Räten zum Kaiser zu reiten7. Unter den Räten Landgraf Heinrichs noch 1477 Januar 258.

Nachweise

Fußnoten

  1. Schenk-Knetsch, Stammtafeln IV/34.
  2. So Albrecht Eckhardt, Die Deutschordenskomthure von Marburg ... (HJL 20, 1970) S. 261 mit dem ausdrücklichen Hinweis auf falsche Angaben bei Gundlach.
  3. So Schenk-Knetsch, Stammtafeln IV/34 und (danach) Gundlach III S. 234; doch weist Eckhardt (wie Anm. 2) für 1456–1457 Dietmar von Wehrda gen. Nodung und von 1458–1473 Wiprecht Löw von Steinfurth in dieser Position nach. Dem aber steht nun wiederum die Unterschrift Schenks unter dem Reichsabschied von 1466 Dezember 1 entgegen (siehe Anm. 5). Nach Schenk-Knetsch war er nach Marburg von 1468–1473 Komthur zu Stedebach und von 1473–75 Komthur zu Griefstedt. 1476 Mai 10 bezeichnet sich Schenk als alter Komthur zu Marburg (Rechn. I, Marburg Kammerschreiber 3/6 Bel.).
  4. Rechn. I, Homberg/E (67/12 Bl. 8: hern Mertin Schengken und dem canczeler von Marpurg 1 scheffel [hafern], hatten 5 pherde.
  5. Senckenberg, Sammlung der Reichsabschiede I S. 215 mit der Unterschrift: commendator in Marbach (!) ordinis Teuthonicorum.
  6. Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 256.
  7. Urkk., Deutscher Orden. Er wird hier als Komthur zu Stedebach vom Landgrafen angeschrieben.
  8. Gundlach III S. 234 (zitiert das Busecker Memorial von 1707, Beilagen S. 233 ff.).

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schenk zu Schweinsberg, Martin“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22346_schenk-zu-schweinsberg-martin> (aufgerufen am 18.04.2026)

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